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Bayerische Spargelbauern zu Saisonbeginn optimistisch

Die bayerische Spargelsaison beginnt in den kommenden Tagen. Die Bauern in den drei großen Anbaugebieten des Freistaats sind zuversichtlich. Und die Verbraucher können auf sinkende Preise hoffen.
Spargelsaison
Spargel ragt aus dem Boden auf einem Spargelfeld. © Daniel Karmann/dpa

Die Bedingungen für den Start der bayerischen Spargelsaison sind gut. Das aktuelle warme Wetter lässt das Stangengemüse sprießen und die Landwirte zuversichtlich nach vorne blicken. Auch Spargelfreunden nutzt die Wärme: Die Preise sinken in der Zeit nach dem Start der Saison oft, wenn die Erntemengen steigen.

«Wir gehen von einer guten Ernte aus, sofern das Wetter mitspielt», sagt der Geschäftsführer des Spargelerzeugerverbands Südbayern, Peter Strobl. Schon im Herbst habe der Spargel gut im Kraut gestanden. Als Gemüse werden die Triebe des Spargels verzehrt, die Pflanze darf dann nach Ende der Saison wachsen und legt Energiereserven an, aus denen sich in der neuen Saison wieder Wachstum speisen kann.

Auch beim Spargel-Erzeugerverband Franken lobt man die guten Voraussetzungen für die diesjährige Ernte - nachdem es im Winter mehr Regen gegeben habe. Mit dem aktuell warmen Wetter zum Start der Saison - wie Südbayern beginnen die Franken am kommenden Mittwoch offiziell - werde es nun «auch mengenmäßig richtig losgehen», erwartet Geschäftsführer Patrick Scharl.

Petra Högl von der Erzeugergemeinschaft Abensberger Qualitätsspargel spricht von einem für den Spargel optimalen Frühjahr. Schon über Ostern sei der heimische Spargel gut angelaufen - auch in der Gastronomie. Die Abensberger starten dieses Jahr etwas früher offiziell in die Saison: Bei ihnen ist die Anstichzeremonie bereits am Wochenende.

Bei den Preisen erwarten alle drei eine Entwicklung ähnlich dem Vorjahresniveau - vielleicht etwas darüber - betonen aber auch, dass viel auf das Wetter und damit die tagesaktuellen Erntemengen ankomme. Sei es zu lang zu warm, könne es zu einem Überangebot und fallenden Preisen kommen, befürchten die Landwirte, die laut Strobl durchaus unter Kostendruck stehen.

Dazu kommt eine saisonale Entwicklung: Zu Beginn sind die Preise oft etwas höher, bevor sie dann etwas sinken, wie auch Strobl bestätigt. Wie viel das Pfund Spargel am Ende kostet, kommt aber auch stark darauf an, ob man im Lebensmittelhandel oder ab Hof oder Stand kauft, wie sich Nachfrage und Ernte die Waage halten und darauf, welche Kategorie des Stangengemüses man wählt.

Das größte bayerische Anbaugebiet liegt laut Landwirtschaftsministerium in Oberbayern und Schwaben, rund um Schrobenhausen, zu dem auch Pfaffenhofen, Neuburg an der Donau, Pörnbach und Aichach-Friedberg zählen. Dort entsteht etwa die Hälfte des bayerischen Spargels. Dahinter folgen der Gäuboden rund um das niederbayerische Abensberg mit etwa 20 Prozent der Anbaufläche. In Franken wird vor allem im Maingebiet rund um Volkach, Kitzingen und Münsterschwarzach sowie im Knoblauchsland im Dreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen Spargel gepflanzt.

© dpa
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