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Ermittler wollen über tödlichen Angriff an Schule berichten

Seit mehreren Tagen sitzt ein 15 Jahre alter Schüler in Untersuchungshaft, weil er einen Mitschüler erschossen haben soll. Jetzt wollen die Ermittler informieren.
Nach dem tödlichen Schuss auf Jugendlichen
Blumen und Kerzen liegen während einer stillen Gedenkveranstaltung vor einer Schule. © Philipp von Ditfurth/dpa

Fünf Tage nach den tödlichen Schüssen auf einen Schüler im badischen Offenburg wollen Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag über den Stand der Ermittlungen berichten. Das teilte die Polizei am Montag in Offenburg mit. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) soll am Mittwoch die Mitglieder des Innenausschusses über den Stand der Ermittlungen informieren.

Der 15 Jahre alte Schüler, der am vergangenen Donnerstag in einer sonderpädagogischen Schule zwei Schüsse auf einen gleichaltrigen Mitschüler abgefeuert haben soll, sitzt wegen des Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft.

Als Motiv gaben die Ermittler zunächst Eifersucht an. Immer noch sind Fragen offen. So wurde noch nicht offiziell bekannt gegeben, woher die Waffe stammte, die bei der Tat benutzt wurde, ob sie gemeldet war und rechtmäßig aufbewahrt wurde. Die «Bild» hatte geschrieben, es handle sich bei der Waffe um ein Erbstück des Großvaters. Der tatverdächtige Deutsche sitzt in Untersuchungshaft.

Der Leiter des Polizeipräsidiums Offenburg, Jürgen Rieger, und die Leiterin der Staatsanwaltschaft Offenburg, Iris Janke, werden bei der Pressekonferenz Auskunft geben, wie die Polizei mitteilte. Die Polizei richtete in dem Fall eine Sonderkommission mit dem Namen «Mühlbach» ein.

Die betroffene Schule öffnete am Montag wieder, allerdings fand kein normaler Unterricht statt. «Heute fand noch kein regulärer Unterricht statt. Die Schülerinnen und Schüler wurden heute Morgen vor der Schule von ihren Lehrkräften abgeholt und anschließend mit Unterstützung von Schulpsychologen in ihren Klassen betreut», sagte eine Sprecherin des Regierungspräsidiums Freiburg am Nachmittag.

Auch für die nächsten Tage sei geplant, die Schülerinnen und Schüler vor der Schule von ihren Klassenlehrern abholen und sie in die Klassenzimmer begleiten zu lassen. «Es wird zunehmend mehr Unterricht geben, um sich dem Schulalltag wieder anzunähern. Wichtig ist, dass kein Kind, kein Jugendlicher auf sich allein gestellt bleibt.» Die Schulpsychologen seien zunächst bis einschließlich Freitag vor Ort im Einsatz. In Abstimmung mit der Schulleitung, den Lehrkräften und der Schulaufsicht werde dann der weitere Bedarf besprochen.

Die Waldbachschule ist ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Lernen. Kinder und Jugendliche, die eine solche Schule besuchen, haben in der Regel lang andauernde, umfängliche und schwerwiegende Lern- und Leistungsabweichungen. Um ihr Lernen zu fördern, benötigen sie sonderpädagogische Unterstützung.

© dpa
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