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Israel: Wichtiges Etappen-Ziel im Kampf gegen Hamas erreicht

Israels Militär rückt nach eigenen Angaben weiter in den Gazastreifen vor - unterstützt von Hunderten Luftschlägen. Jordanien lässt Medikamente per Fallschirm für ein Hospital abwerfen. Der Überblick.
Gazastreifen
Zerstörtes Haus

Im Kampf gegen die islamistische Hamas hat Israel nach eigenen Angaben ein wichtiges Etappen-Ziel erreicht. Durch das Vorrücken von Kampfverbänden sei der dicht besiedelte Gazastreifen nun in zwei Hälften geteilt und die Stadt Gaza im Norden eingekreist, sagte ein Armeesprecher. Dies sei ein entscheidender Schritt. Insgesamt habe das israelische Militär binnen 24 Stunden 450 Ziele bombardiert.

Zur Linderung der Not der Menschen im Gazastreifen hat die jordanische Luftwaffe medizinische Hilfsgüter über dem Gebiet abgeworfen. Angesichts der hohen Zahl ziviler Opfer und der kritischen Versorgungslage im Gazastreifen fordern UN-Organisationen erneut eine Feuerpause.

Ministerium: Zahl der Toten im Gazastreifen übersteigt 10.000

Die Zahl der im Gazastreifen getöteten Palästinenser ist seit Kriegsbeginn vor einem Monat nach Angaben des Hamas-kontrollierten Gesundheitsministeriums auf 10.022 gestiegen. Mehr als 25.000 Menschen seien verletzt worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Unter den Toten seien Tausende Frauen sowie Kinder und Jugendliche. Am Vortag hatte die Behörde noch von 9770 Toten berichtet. Die Zahlen lassen sich gegenwärtig nicht unabhängig überprüfen.

Den Angaben zufolge handelt es sich um die mit Abstand größte Zahl von Toten unter Palästinensern während eines Krieges in der Geschichte des israelisch-palästinensischen Konflikts.

Auslöser des Krieges war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der islamistischen Hamas sowie anderer extremistischer Palästinenserorganisationen am 7. Oktober im Grenzgebiet verübt hatten. Auf israelischer Seite sind dabei und in den Tagen darauf mehr als 1400 Tote zu beklagen, darunter auch viele Frauen, Kinder und Jugendliche.

Armee: Geschosse von Libanon aus auf Israels Norden

Aus dem Libanon sind nach israelischen Militärangaben rund 30 Geschosse auf den Norden Israels abgefeuert worden. In mehreren Ortschaften gab es Raketenalarm. Die israelische Armee habe das Feuer erwidert und mit Artillerie auf die Orte geschossen, von denen der Beschuss kam, teilte das Militär mit.

Der bewaffnete Arm der im Gazastreifen herrschenden Hamas bekannte sich zu den Angriffen vom Libanon aus. Sie habe die Städte Naharia und Haifa «mit 16 Raketen angegriffen», teilte die Gruppierung im Libanon mit. Es handele sich um eine «Reaktion auf die Massaker und Aggression gegen unser Volk im Gazastreifen».

Die israelische Armee teilte am Montagabend mit, israelische Kampfjets hätten Ziele der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah in dem nördlichen Nachbarland angegriffen. Darunter seien ein Waffenlager, Abschussrampen sowie Infrastruktur.

UN-Organisationen fordern erneut humanitäre Feuerpause

«Es sind jetzt 30 Tage. Genug ist genug. Es muss jetzt enden», teilten die UN-Organisationen mit. Darunter sind von den Vereinten Nationen das Nothilfebüro (OCHA), das Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), das Kinderhilfswerk (Unicef), die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Welternährungsprogramm (WFP) sowie etwa die Hilfsorganisationen Care und Save the Children. Die humanitäre Lage in dem Küstengebiet ist weiterhin verheerend. Unter anderem sind Treibstoff, Essen und Trinkwasser knapp. UN-Angaben zufolge sind rund 1,5 der etwa 2,2 Millionen Menschen auf der Flucht.

Jordanien wirft Hilfsgüter per Fallschirm ab

Medizinische Hilfsgüter und Medikamente seien per Fallschirm über einem jordanischen Feldlazarett im Gazastreifen abgeworfen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf das Militär. Wegen Verzögerungen der Lieferungen aus Ägypten über den Übergang Rafah seien die Vorräte dort nahezu ausgebraucht. «Es ist unsere Pflicht, unseren Brüdern und Schwestern zu helfen, die im Krieg gegen Gaza verletzt wurden», schrieb Jordaniens König Abdullah II. bei X. Nach Angaben eines israelischen Armeesprechers erfolgte der Abwurf in Abstimmung mit dem Militär.

EU stockt humanitäre Hilfe für Zivilisten im Gazastreifen auf

Die EU stellt für humanitäre Hilfe zugunsten der Zivilisten im Gazastreifen weitere 25 Millionen Euro bereit. Insgesamt erhöhen sich die Zusagen damit auf 100 Millionen Euro, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mitteilte. Zudem wird ihren Angaben zufolge daran gearbeitet, die Zahl der Hilfskonvois zu erhöhen und auch Transporte per Schiff zu ermöglichen. Ein Seekorridor von Zypern aus könnte dauerhafte Hilfsleistungen garantieren.

Bekannte Palästinenserin festgenommen

Israels Militär nahm die in der Region bekannte Palästinenserin Ahed Tamimi nach Drohungen gegen israelische Siedler fest. Sie werde verdächtigt, «zu Gewalttaten aufzurufen und zu terroristischen Aktivitäten zu verleiten», teilte die Armee auf Nachfrage mit. Israelischen Medienberichten zufolge soll Tamimi vor rund einer Woche auf Instagram zum Mord an israelischen Siedlern im besetzten Westjordanland aufgerufen haben.

In einer Instagram-Story schrieb die Palästinenserin demnach: «Wir warten auf euch in allen Städten des Westjordanlands, von Hebron bis Dschenin - wir werden euch abschlachten und ihr werdet sagen, dass das, was Hitler euch angetan hat, ein Witz war, wir werden euer Blut trinken und eure Schädel essen, kommt schon, wir warten auf euch.» Tamimi gilt im arabischen Raum als Symbolfigur des Widerstands gegen die israelische Besatzung.

Washington entsendet atomwaffenfähiges U-Boot

Das US-Militär ist nach eigenen Angaben nun mit einem atomwaffenfähigen U-Boot im Nahen Osten präsent. Am Sonntag sei ein Schiff der Ohio-Klasse in seinem Zuständigkeitsbereich angekommen, teilte das Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Das Militär nannte keine Details zum Zielort, dem Namen oder der Bewaffnung des rund 170 Meter langen U-Boots. Bei der Ohio-Klasse handelt es sich um atomwaffenfähige U-Boote, die die USA schon seit dem Kalten Krieg vor allem zur Abschreckung einsetzen. Sie können mit Dutzenden konventionellen Tomahawk-Marschflugkörpern bewaffnet sein.

Der Sender CNN sieht in dem Einsatz des U-Boots eine Botschaft der Abschreckung an den Iran und dessen Stellvertreter in der Region. Eine solche Ankündigung seitens des US-Militärs sei selten, so der Sender.

Kommunikationsnetze in Gaza funktionieren wieder

Ein Ausfall der Kommunikationsnetze im Gazastreifen wurde nach mehr als 15 Stunden wieder behoben. Festnetz, Mobilfunk und Internet hätten am Montagmorgen wieder «schrittweise» zu funktionieren begonnen, teilte das im Westjordanland ansässige palästinensische Unternehmen Paltel mit. Zuvor seien Hauptleitungen von Israel abgeschaltet worden. Von israelischer Seite gab es dafür keine Bestätigung.

© dpa
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