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Schauen und fühlen: Frühjahrs-Check für die Solaranlage

Im Frühjahr steigen die Erträge von Solaranlagen. Doch damit sie ihre volle Leistung bringen, müssen sie auch richtig funktionieren. Zeit für eine Kontrolle.
Frühjahrs-Check Solaranlage
Im Frühjahr lohnt sich ein Blick aufs Dach: Hauseigentümer sollten ihre Solaranlage auf Verschmutzungen oder Schäden prüfen. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr Sonnenstunden, mehr Energie: Rund 80 Prozent ihres Jahresertrags erzeugen Photovoltaikanlagen zwischen März und September. 

Doch hat sich über die kalte Jahreszeit Schmutz auf den Modulen auf dem Dach angesammelt, etwa durch Laub, Pollen, Feinstaub, Flechten oder Vogelkot, kann das die Leistung der Anlagen beeinträchtigen. Darauf weist das Informationsprogramm Zukunft Altbau hin. Bei starker Verschmutzung sinke die Effizienz der Module demnach sogar zwischen 10 und 15 Prozent.

Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer sind im Frühjahr also gut beraten, zunächst einmal von unten einen Blick aufs Dach zu werfen. Bereits mit dem bloßen Auge erkenne man grobe Verschmutzungen oder defekte Solarmodule, so Zukunft Altbau.

Vorjahreswerte vergleichen

Die meisten Photovoltaikanlagen verfügen zudem über eine App oder Website, die den aktuellen Zustand der Anlage und deren gegenwärtigen Stromertrag abbildet. Schäden, die man mit bloßem Auge nicht erkennen kann, lassen sich mithilfe eines solchen Überwachungssystems aufspüren. 

Liegen die aktuellen Werte etwa unter den Soll-Erträgen, könne das laut Zukunft Altbau ein Zeichen dafür sein, dass der Betrieb eingeschränkt ist. Dann kann man die Erträge zusätzlich mit denen der Vorjahre vergleichen oder aus dem Internet lokale Vergleichswerte hinzuziehen.

Gibt es Unregelmäßigkeiten oder Verschmutzungen sollten Hausbesitzerinnen oder Hausbesitzer den Gang aufs Dach aber Profis überlassen. Fachleute können etwa die Module, die elektrischen Anschlüsse, Verkabelungen, Verglasungen oder den Wechselrichter der Photovoltaikanlage überprüfen und fehlerhafte Stellen an den Modulen, sogenannte Hotspots, mit Thermografieaufnahmen sichtbar machen - zum Beispiel per Drohne. 

Fühltest bei der Solarthermieanlage

Bei Solarthermieanlagen, die Wärme erzeugen, kann man die Funktion übrigens mit einem Fühltest überprüfen. Dazu an einem sonnigen Tag einfach die Leitung anfassen, die aus dem Sonnenkollektor herausführt. Sie sollte sich deutlich wärmer anfühlen als jene, die in den Kollektor hineinführt. 

Der Fühltest besagt aber nur, dass die Anlage funktioniert, nicht wie gut sie das tut. Wer letzteres wissen will, muss laut Zukunft Altbau auf den Wärmemengenzähler der Anlage schauen. Die Erträge der Solarthermieanlage kann man dann, wie bei der Photovoltaikanlage auch, mit jenen des Vorjahres vergleichen.

© dpa
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