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Was macht eigentlich eine PR-Beraterin?

PR-Berater sorgen dafür, dass Produkte oder Dienstleistungen ihren Weg in die öffentliche Wahrnehmung finden. Dafür müssen sie auch mit dem Zeitgeist gehen.
Was macht eigentlich eine PR-Beraterin?
Pressemitteilungen schreiben, Unternehmenswebseiten mit Inhalten bestücken, soziale Medien nutzen: all das kann zum Job von PR-Beraterinnen gehören. © Magdalena Rodziewicz/dpa-tmn

Ob nun der ausgeklügelte Haarschnitt beim Friseur von nebenan, der neueste Energy-Drink im Supermarktregal oder ein Hightechgerät - damit Produkte und Dienstleistungen zu Kassenschlagern werden können, müssen Menschen überhaupt erstmal von ihnen erfahren. Darum kümmern sich PR-Berater und -Beraterinnen.

Eine von Ihnen ist Kerstin Lindner. Die 50-Jährige arbeitet als Head of Communications für die Finanzierungsberatungsfirma FCF Fox Corporate Finance in München. Besonders die Verbindung von Kommunikation und Marketing hat es Lindner angetan. Doch mit dem Vormarsch von Künstlichen Intelligenz stehen Kommunikationsprofis wie sie vor ganz neuen Herausforderungen.

Mein Weg in den Beruf:

Ich habe schon immer gerne geschrieben, etwa als Schülerin für eine Tageszeitung über aktuelle Schulveranstaltungen. Als ich später einen Berufsweg gewählt habe, entschied ich mich für eine Kombination aus Kommunikation und Marketing. Ich studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Werbetechnik/Werbewirtschaft und hatte das Privileg während meines Studiums bei einer der größten familiengeführten PR-Agenturen in New York zu arbeiten.

Danach ließ mich das Thema Public Relations nicht mehr los. Nach meinem Studienabschluss begann ich in einer PR-Agentur für Kunden im IT-Bereich Kommunikationskonzepte zu entwickeln. Und sie bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu beraten. Die Möglichkeit, komplexe technische Inhalte verständlich darzustellen und dabei gleichzeitig ein stabiles Netzwerk zu führenden Medien zu etablieren, erlaubt es mir, sowohl meine Kommunikationsfähigkeiten wie auch mein technisches Verständnis optimal einzusetzen.

Der Berufsalltag:

Als PR-Verantwortliche im Finanzsektor liegt mein Hauptaugenmerk darauf, aktuelle und branchenrelevante Themen zu identifizieren und diese in unsere Kommunikationsstrategie zu integrieren. Diese Aufgabe erfordert kontinuierliche Marktbeobachtung, um sicherzustellen, dass wir stets am Puls der Zeit sind.

Ich knüpfe und pflege den Kontakt zu für uns wichtigen Journalisten, konzentriere mich darauf, Interviews zu arrangieren - und gezielt Themen zu platzieren, die unser Unternehmen in der Öffentlichkeit positionieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt meiner Tätigkeit ist die regelmäßige Veröffentlichung von Studien und Branchenreports. Hierbei liegt mein Fokus auf der effektiven Vermittlung der Studienergebnisse durch prägnante Pressemitteilungen, um unsere Expertise und Marktposition zu unterstreichen.

Ich bin inhaltlich verantwortlich für die Unternehmenswebseite und die Präsenz in den sozialen Medien. Diese Kanäle effektiv zu managen und sicherzustellen, dass unsere Inhalte konsistent, aktuell und ansprechend sind, gehört auch zu meinen Aufgaben.

Künftige Herausforderungen und Chancen:

In unserer Branche, wo Kommunikation und menschliche Beziehungen im Mittelpunkt stehen, eröffnet die Künstliche Intelligenz, die KI, neue Wege, um Arbeitsabläufe zu optimieren. KI wird insbesondere bei der Datenanalyse eine zentrale Rolle spielen, indem sie uns präzisere Einblicke in Markttrends und Konsumentenverhalten ermöglicht. Dies führt zu fundierteren und zielgerichteteren Kommunikationsstrategien.

Trotz des Potenzials der KI bleibt aber das Wichtigste, dass Menschen und persönliche Kontakte hinter den Dingen stehen. Das kann von einer Künstlichen Intelligenz nicht übernommen werden.

Schöne und weniger schöne Seiten des Berufs:

Der Beruf ist sehr vielfältig und erlaubt es, sich schnell in neue Themen einzuarbeiten. Durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird es noch spannender, weil sich gerade sehr viel entwickelt.

Mir persönlich gefällt das Netzwerken und die Arbeit mit den Menschen ganz besonders. Es ist aber auch ein sehr dynamisches und wettbewerbsintensives Arbeitsumfeld. Durch Soziale Medien ist wahnsinnig viel Content im Umlauf, die Konkurrenz an Themen ist sehr groß. Da muss man mit seiner Arbeit wirklich herausstechen.

Was man für den Job mitbringen sollte:

In der PR-Branche gibt ganz unterschiedliche Wege in den Beruf. Man kann natürlich auch Kommunikations-, Medienwissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre studieren. Es braucht letztendlich Leidenschaft für den Beruf.

Und gerade, wenn man als Berater arbeitet, muss man die Produkte oder Dienstleistungen so gut verstehen, dass man sie effektiv vermarkten kann. Das setzt eine gute Auffassungsgabe und schnelle Einarbeitung voraus.

Man braucht außerdem ein gutes Organisationstalent, sollte offen und begeisterungsfähig sein. Und gewillt, sich kontinuierlich weiterzubilden und den aktuellen Entwicklungen anzupassen. Eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit ist für PR-Berater natürlich besonders wichtig, um die Botschaften wirkungsvoll zu vermitteln.

Das Gehalt:

Das Einkommen von PR-Beratern ist oft Verhandlungssache und kann sich, abhängig von Bildungsstand, vom Unternehmen und Fachbereich, stark unterscheiden.

Die Bundesagentur für Arbeit gibt im Entgeltatlas einen mittleren monatlichen Bruttoverdienst von 4778 Euro für PR-Fachkräfte und für Public-Relations-Manager an. Der Median ist der Wert, der genau in der Mitte einer Datenverteilung liegt. Er gibt somit den Wert an, bei dem die Hälfte mehr verdient, die andere Hälfte weniger.

© dpa ⁄ Anke Dankers, dpa
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