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Silvester allein und daheim? Auch mal ganz fein

Den Silvesterabend mit sich selbst zu verbringen, birgt viel Freiraum: Er lässt sich so gestalten, wie man selber möchte. Und es bleibt auch noch genügend Raum für besinnliche Momente.
Silvester allein
Man kann auch mit sich alleine ein schönes Silvester verbringen - vielleicht sogar ein besseres als mit anderen auf einer Feier. Alleine zu sein, bedeutet nicht Einsamkeit. © Florian Schuh/dpa-tmn

Im Fernsehen läuft «Dinner for One», draußen ist es kalt und die Straßen sind glatt. Eigentlich hat man gar keine Lust auf die Silvesterfeier, zu Hause ist es gerade so gemütlich. Kommt Ihnen das bekannt vor? Was spricht eigentlich dagegen, sich an Silvester alleine zu Hause einen schönen Abend zu machen?

«Im Prinzip gar nichts», sagt die Psychologin Eva Wlodarek aus Hamburg. Dass viele trotzdem zu einer Feier gingen, auf die sie keine Lust hätten, hänge mit der Tradition und dem gesellschaftlichen Druck zusammen. Schließlich ist es schwer, sich den Erwartungen der anderen und dem eigenen Anspruch zu entziehen: Es droht das Gefühl der Einsamkeit und des Ausgeschlossenseins.

Wie man den Tag alleine zelebrieren kann

Doch man kann auch mit sich alleine ein schönes Silvester verbringen - vielleicht sogar ein besseres als mit anderen auf einer Feier. Denn alleine zu sein, bedeutet noch lange nicht Einsamkeit. «Der erste Schritt ist es umzudenken und gegen den Strom zu schwimmen», empfiehlt die Fachfrau. «Man muss Silvester nicht unter Leute, sondern es ist eine wunderbare Chance, das zu tun, worauf man selbst Lust hat.»

Das sieht auch Psychologin Sandra Jankowski aus dem brandenburgischen Eichwalde so. Man solle sich klarmachen, dass es sich nur um gesellschaftliche Konventionen handle, sagt sie. «Den Silvesterabend alleine kann man als tolle Erfahrung sehen. Man stellt sich einer Herausforderung und macht etwas, was andere sich vielleicht nicht trauen.»

Dabei ist es gut, sich vorab Gedanken zu machen, wie man den Abend und vielleicht auch schon den Tag zelebrieren möchte. Möglicherweise kann man sich mittags mit Freunden zum Sekt trinken treffen und dann beschwingt mit einem guten Gefühl nach Hause gehen?

Dort kann man zum Beispiel Schönheitspflege betreiben, zu der man sonst wenig Zeit hat, sich selbst was Leckeres kochen und am liebevoll gedeckten Tisch speisen, schöne Musik auflegen, ein gutes Buch lesen oder sich Filme ansehen, die man schon immer mal schauen wollte. «Das lässt einen nicht in negative Gedanken verfallen», so Jankowski.

Besinnliche Momente mit Bestandsaufnahme

Zudem eignet sich der letzte Abend des Jahres hervorragend für besinnliche Momente. «Man kann zum einen zurückschauen: Was war schön im vergangenen Jahr, was habe ich gelernt, was möchte ich behalten und was will ich loslassen? Welche Menschen tun mir gut, welche nicht? Das ist was Substanzielles, ein Großreinemachen», sagt die Psychologin Wlodarek.

Diese besinnlichen Momente kann man auch herausstellen, wenn man im Vorfeld gefragt wird, wie man Silvester feiert oder eine Einladung zu einer Party erhält, zu der man nicht gehen möchte. «Man kann antworten, dass es einem wichtig ist, Silvester besinnlich zu verbringen und man hierfür gerne alleine ist. Das sollte man ganz selbstbewusst und positiv formulieren», sagt Wlodarek.

Für andere sei das oft schwer zu akzeptieren. «Aber vielleicht spricht es sich herum, dass man alleine feiert und andere werden so auf die gleiche Idee gebracht. Das ist dann eine richtige Pionierleistung.» Wer nicht darüber reden möchte, dass er Silvester alleine sein wird, kann natürlich auch mit Ausflüchten antworten.

Doch was ist, wenn es einem am Single-Silvesterabend trotzdem einsam ums Herz wird? «Man sollte Mitgefühl mit sich selbst haben und überlegen, was ein guter Freund einem sagen würde», rät Jankowski. Dabei hilft ein Blick auf die Realität: Man sollte sich nicht der Illusion hingeben, alle amüsierten sich und hätten eine tolle Nacht.

Habe ich etwa langweilige Gespräche verpasst?

«In Wahrheit sind Silvesterpartys nur selten richtig gut», so Wlodarek. Wer weiß, was einem alles erspart bleibt: Vielleicht müsste man langweilige Gespräche führen und würde insgeheim die Stunden zählen, bis man wieder nach Hause darf. Oder man würde sich trotz der Gesellschaft einsam fühlen.

Zudem versäumt man meistens nichts, was man nicht schon kennen würde: Schließlich laufen Silvesterfeiern in der Regel ähnlich ab, frei nach dem Motto «Same procedure as every year», wie Miss Sophie ihrem Butler James in «Dinner for One» sagt. Es gibt Fondue oder Raclette, nach dem Essen wird sich mehr oder weniger gut unterhalten, um Mitternacht fallen sich alle in die Arme, es gibt Sekt und Feuerwerk - dann ist das Wesentliche auch schon vorbei.

Am nächsten Morgen wacht man verkatert auf, der Tag verläuft entsprechend zäh. Wie gut haben es dann die Menschen, die alleine gefeiert haben: Sie können den ersten Tag des neuen Jahres frisch und ausgeschlafen begrüßen.

© dpa ⁄ Sabine Maurer, dpa
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