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Dark Patterns: Tipps gegen die Manipulation im Netz

Countdowns täuschen ablaufende Angebote vor oder für Verbraucher nachteilige Buttons sind farblich hervorgehoben: Dark Patterns sollen im Netz zu bestimmten Aktionen verleiten. So wehren Sie sich.
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Vorsicht ist geboten: Bevor man auf farblich hervorgehobene Buttons klickt, sollte man sich Zeit nehmen und die verfügbaren Optionen sorgfältig überprüfen. © Christin Klose/dpa-tmn

Mal bemerken wir sie, aber oft tappen wir in die Falle: Psychologische Tricks und manipulative Designelemente beeinflussen Verbraucherinnen und Verbraucher im Internet massiv.

Die Unternehmen, die sie einsetzen, wollen damit an persönliche Daten kommen, mehr verkaufen oder einem Abos und Verträge unterjubeln.

Zwar verbietet das europäische Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act) Anbietern großer Online-Plattformen seit August 2023, menschliche Verhaltens- oder Wahrnehmungsmuster durch Designtricks auszunutzen. Doch große Internetkonzerne aus den USA und China kommen diesen Verpflichtungen immer noch nicht nach, wie aus einer Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) hervorgeht.

So gehen Sie Dark Patterns nicht auf den Leim

Die Verbraucherzentralen haben aber Tipps parat, wie man es Dark Patterns zum Trotz schaffen kann, im Netz nicht mehr Informationen von sich preiszugeben als unbedingt nötig oder nicht mehr einzukaufen als ursprünglich geplant:

  • Nicht gängeln lassen: Nie voreilig auf - etwa farblich - hervorgehobene Buttons klicken, sondern immer genau schauen und lesen, welche Optionen man hat.
  • Checkboxen überprüfen: Formulare nicht nur überfliegen, sondern genau lesen.
  • Kauf-Drängeleien nicht nachgeben: Auch wenn angeblich nur noch wenige Artikel vorhanden sind oder angeblich gerade viele andere sich den gleichen Artikel anschauen, sollten Sie sich davon in Ihrer Entscheidung nicht beeinflussen lassen.
  • Finaler Blick in den Warenkorb: Alle Produkte im Warenkorb vor Abschluss der Bestellung unbedingt noch einmal anschauen.
  • Sich kein schlechtes Gewissen machen lassen: Oft gibt es zwar eine Auswahlalternative, aber mit einer Formulierung, die nahelegt, man müsse sich schämen, diese zu wählen. Bei Newsletter-Abmeldungen können das etwa Formulierungen sein wie «Ich mag keine Angebote» oder «Ich möchte nicht informiert sein», beim Ablehnen einer Spende etwa «Ich möchte keinen guten Zweck unterstützen».
  • Beschweren: Wer schlechte Erfahrungen mit Dark Patterns gemacht hat, kann sich darüber per Online-Formular bei den Verbraucherzentralen beschweren.

© dpa
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