Tim Allen gelang der Einstieg in die Unterhaltungsbranche erst nach Umwegen. Wenige Jahre nach einem Uniabschluss im Bereich Fernsehproduktion bekam Allen zunächst gewaltigen Ärger mit der Justiz. Er wurde 1978 wegen eines Drogendelikts verurteilt und verbrachte 28 Monate im Gefängnis.
Nach seiner Entlassung versuchte er sich als Stand-up-Comedian auf Bühnen seiner Heimatstadt Detroit und auf Tourneen. Erst 1990, da war Allen bereits 37 Jahre alt, wurde Disney auf ihn aufmerksam – und gab ihm eine Chance mit der Sitcom „Hör mal, wer da hämmert”.
Hör mal, wer da hämmert (1991 bis 1999)
Mit dieser Serie legte Tim Allen den Grundstein für seine Karriere: Als Tim Taylor moderiert er zusammen mit einem Fachmann eine Heimwerker-Sendung. Mangelnde Fachkenntnis bügelt Tim mit Witz, Charme und Power weg. Wenn auch das nicht hilft, enden seine Do-it-yourself-Experimente schon mal im Krankenhaus.
Auch privat stößt Tim immer wieder an seine Grenzen, gesetzt von seiner Frau und drei Söhnen. Hör mal, wer da hämmert wurde in acht Staffeln bei ABC ausgestrahlt und machte Allen zum Star. Seine damals astronomisch hohe Gage in der letzten Staffel: 1,25 Millionen US-Dollar pro Episode.
Santa Clause – Eine schöne Bescherung (1994)
Der erste Kinoauftritt und immer noch einer der beliebtesten Filme von Tim Allen setzt gleich das Thema, das sich wie ein roter Faden durch seine Karriere zieht: Weihnachten. Allen übernimmt als geschiedener Vater Scott Calvin notgedrungen den Job des Weihnachtsmannes, als dieser durch Scotts Unachtsamkeit verunglückt.
Was Scott nicht ahnt: Indem er den Mantel des Weihnachtsmannes überzieht und den Rentierschlitten besteigt, ist er der neue Santa – nicht nur für einen Tag, sondern für immer.
Allen drehte zwei Fortsetzungen der Santa-Story (2002 und 2006) und bislang zwei Staffeln von „Santa Clause – Die Serie” (Disney+, 2022/23). In diesem TV-Sequel versucht Scott Calvin einen Nachfolger für den Weihnachtsmann-Job zu finden. Zudem ist Tim Allen in den Weihnachtsfilmen „Verrückte Weihnachten” (2004) und „El Camino Christmas” (2017) zu sehen.
Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall (1999)
Nach dem Ende von Hör mal, wer da hämmert war Tim Allen reif für neue Aufgaben, blieb aber doch dem Fernsehen verbunden. In „Galaxy Quest” spielt er nämlich Jason Nesmith, den ehemaligen Star einer Science-Fiction-Serie.
Nesmith gerät bei einer Convention an Außerirdische, die er für kostümierte Fans hält, während die Außerirdischen ihn für einen echten Raumschiff-Kommandanten halten. Die Fremdlinge wollen, dass Nesmith ihren Planeten von einem Tyrannen befreit.
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„Star Trek”-Parodie mit toller Besetzung: Neben Allen schlüpfen Sigourney Weaver, Alan Rickman und Tony Shalhoub in Raumanzüge.
Born to be Wild – Saumäßig unterwegs (2007)
Mit diesem Film konnte Hobby-Rennfahrer Tim Allen auch auf der Kinoleinwand seinem Faible für starke Motoren und heiße Reifen frönen: „Born to be Wild” ist die Geschichte von vier Freunden (unter anderen gespielt von John Travolta) in der Midlife-Crisis, die ihrem Alltag auf einer Motorradtour entkommen wollen.
Die Möchtegern-Easy-Rider bekommen es unterwegs allerdings mit einer Biker-Gang zu tun, die überhaupt keinen Spaß versteht. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von knapp 240 Millionen US-Dollar gehört Born to be Wild zu den erfolgreichsten Filmen von Tim Allen.
Auch ein Film von Tim Allen: Redbelt (2008)
Dieser Film tanzt in der Tim-Allen-Biografie etwas aus der Reihe: Er ist keine Komödie, und Allen spielt nicht die Haupt-, wohl aber eine prägnante Nebenrolle: Er ist der alternde Actionstar Chet Frank, der einen Martial-Arts-Trainer vor dem Ruin retten will, ihn aber nur noch tiefer in Schwierigkeiten bringt.
Regie bei dieser Abrechnung mit dem Hollywood-Business führte David Mamet („The Verdict”), die Hauptrolle übernahm Chiwetel Ejiofor („Venom: The Last Dance”).
Noch eine Serie mit Tim Allen: Last Man Standing (2011 bis 2021)
Mit dieser Serie kehrte Tim Allen dahin zurück, wo für ihn alles begann: ins TV-Studio und ins Genre der Sitcom, mit einem ähnlichen Setting wie bei seinem Hit Hör mal, wer da hämmert: Allen ist Mike Baxter, Marketingdirektor einer Kaufhauskette für Sportartikel, Jagd- und Outdoorausrüstung.
Der Job ist eine echte Männerdomäne, aber auch privat Herr im Haus zu sein, bereitet Mike erhebliche Schwierigkeiten. Er muss sich gegen drei Töchter behaupten und auch noch verkraften, dass seine Frau wieder ins Berufsleben einsteigt – und damit sehr schnell sehr erfolgreich ist.
„Last Man Standing” brachte es insgesamt auf neun Staffeln. ABC stellte die Serie allerdings nach sechs Staffeln ein, ehe Fox sie übernahm und weitere drei Seasons anhängte.
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