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Billy Idol feiert «Rebel Yell»-Jubiläum

Vor rund 40 Jahren veröffentlichte Billy Idol das Album, das seine Karriere prägte. Nun erscheint eine Jubiläumsausgabe von «Rebel Yell» mit Musik, die nie zuvor veröffentlicht wurde - wegen Madonna.
Billy Idol
Der britische Sänger Billy Idol startete in den USA richtig durch. © Ginnette Riquelme/AP/dpa

Billy Idol kann kaum glauben, dass einer seiner größten Erfolge schon über 40 Jahre zurückliegt. Das Album «Rebel Yell», das im November 1983 erschien, machte den britischen Punkrocker zum Weltstar.

«Es ist eigenartig», sagt Idol im Telefongespräch der Deutschen Presse-Agentur in London. «Ich weiß, dass es schon lange her ist. Aber es fühlt sich auf merkwürdige Art irgendwie an, als wäre es gestern gewesen.» Anlässlich des 40. Jubiläums erscheint jetzt mit etwas Verspätung eine erweiterte Neuauflage des Kultalbums.

«Ich glaube, wir wollten mit dem zweiten Album irgendwie ein Zeichen setzen, weil so viele Leute über die 80er-Jahre gelästert haben», erinnert sich der 68-Jährige. «Die Leute aus den 60er- und 70er-Jahren wollten einfach nicht glauben, dass die 80er-Jahre überhaupt gut werden könnten. Abgesehen davon, dass ich mich in Amerika etablieren wollte, wollten wir ein großartiges Album machen, um allen zu zeigen, dass immer noch großartige Musik herauskommt. Wir wussten nur nicht, ob uns das gelingen wird.»

Wenn Billy Idol im Plural spricht, meint er auch seine Weggefährten. Im US-Gitarristen und Songwriter Steve Stevens fand er einen kongenialen Partner, mit dem er bis heute zusammenarbeitet. Zudem engagierte er in den USA weiterhin den britischen Produzenten Keith Forsey, der schon bei Generation X an den Reglern stand.

Songs für den Moment

«Wir haben einfach weitergemacht wie beim ersten Album», sagt er. «Steve und ich haben uns durch die Songs gearbeitet. Ab und zu kam Keith Forsey nach New York, hat sich das angehört, uns ein paar Tipps gegeben und ist wieder abgehauen. Wir haben für den Moment gelebt, Songs für den Moment geschrieben und nicht zu viel über die Zukunft nachgedacht.»

Der Rockveteran mit dem blonden, hochgegelten Haar ruft aus seiner Wahlheimat Los Angeles an, wo er seit mehr als 30 Jahren lebt. 1981 war er in die USA ausgewandert - zunächst nach New York City, um seine Karriere voranzutreiben. Mit der Punkband Generation X hatte er einige Singles veröffentlicht, darunter «Dancing With Myself». Aber der große Erfolg wollte sich nicht einstellen.

«Es ist einfach so, dass sich die Mode oder die Musikrichtungen in England ziemlich schnell ändern», erklärt Idol seine Gründe für den Umzug. «Und wenn du gerade in einer Band warst, die sich aufgelöst hat, so wie ich bei Generation X, dann kannst du in England ganz schnell in einer Kneipe enden und als einer von gestern gelten. Es war also nur naheliegend, irgendwo anders hinzugehen, wo ich wusste, dass es Gleichgesinnte gibt.»

New York, CBGB, MTV

Die New Yorker Musikszene mit Clubs wie dem berühmten CBGB erschien Idol dafür ideal. Mit Bill Aucoin, der zuvor die Band Kiss groß herausgebracht hatte, hatte der Sänger bereits einen amerikanischen Manager. «Der wusste auch, dass bald ein 24-Stunden-Musiksender im Kabelfernsehen mit dem Namen MTV starten würde, für den ich perfekt geeignet wäre», erinnert er sich.

Das schlicht «Billy Idol» betitelte Debütalbum erschien 1982 und war auch dank des Musikvideos zur Single «White Wedding» kommerziell erfolgreich. Nun galt es, den Erfolg mit dem zweiten Album zu bestätigen.

«Rebel Yell», veröffentlicht am 10. November 1983, wurde tatsächlich ein riesiger Erfolg und war wegweisend für Billy Idols Karriere. Neben dem unsterblichen gleichnamigen Titelsong enthält die LP mit «Flesh For Fantasy», Catch My Fall» und der Ballade «Eyes Without A Face» weitere Hits, die heute als Rockklassiker gelten. Andere Albumsongs wie das rasante «Blue Highway» oder «(Do Not) Stand In The Shadows» stehen den Singles in nichts nach.

Vom Punk zur Billy-Idol-Musik

«Rebel Yell» ist die perfekte Fusion von Hardrock, New Wave und tanzbarem Pop mit Punk-Attitüde. Damit etablierte Idol seinen eigenen Musikstil. «Ich hab mich nicht mehr vom Punk einschränken lassen», sagt er. «Es wurde Billy-Idol-Musik. Und Billy-Idol-Musik kann genauso gut «Rebel Yell» sein wie «Eyes Without a Face».»

Für den neuen Musiksender MTV war er eins der Aushängeschilder. Im Radio und in den Diskotheken war er ebenso angesagt. «Ich wollte die Musik direkt auf eine tanzbare Ebene bringen», erzählt Idol. «Ich habe zu Bill Aucoin gesagt: Was wir brauchen, ist ein Rock'n'Roll-Disco-Dance-Produzent.»

Aucoin fragte Giorgio Moroder an. Der Starproduzent und Disco-Pionier winkte ab, empfahl jedoch seinen Drummer und Soundtüftler-Kollegen Keith Forsey. Der hatte in Udo Lindenbergs Panik-Orchester und bei den Krautrockern Amon Düül Schlagzeug gespielt, bevor er mit Disco-Pop experimentierte und mit Künstlern wie Boney M. oder den Italo-Pop-Ikonen La Bionda arbeitete. Für Billy Idols Vision war er der ideale Mann.

Bonustracks und Erstveröffentlichungen

Die «40th Anniversary Deluxe Expanded Edition» von «Rebel Yell» beinhaltet eine zweite CD oder LP mit Bonustracks. Darunter sind zwei Songs, die 1983 fast auf dem Album gelandet wären und jetzt erstmals veröffentlicht werden - der Rocksong «Best Way Out Of Here» und eine grandiose Coverversion der Soulballade «Love Don't Live Here Anymore» von Rose Royce, die sich Idol zu eigen macht.

Dass dieser Track vier Jahrzehnte im Archiv schlummerte, lag an Madonna. Sie hatte den Song zeitgleich für ihr Album «Like A Virgin» aufgenommen. «Wir hatten schon genug Songs für «Rebel Yell», also haben wir gesagt, wir lassen «Love Don't Live Here Anymore» raus und nehmen es uns später vor. Aber das ist nie passiert - bis heute», sagt Idol.

Für das Outro musste Steve Stevens noch etwas auf der Gitarre einspielen. «Ansonsten war alles schon da», verrät Idol. Die Bonus-CD enthält zudem frühe Versionen und Demoaufnahmen anderer Songs.

Billy Idol ist bis heute äußerst aktiv. Nach zwei EPs und einem Konzertfilm arbeitet er derzeit am nächsten Album. Aber «Rebel Yell» bleibt eins seiner besten und wichtigsten.

«Wir haben wirklich hart gearbeitet, um den zweiten Schritt zu machen», resümiert Idol. «Wir waren ein Jahr lang auf Tournee. In dem Jahr haben wir uns von Clubs über Theater in die großen Hallen gespielt. Man sah, wie es explodierte. Es hat wirklich Spaß gemacht.»

© dpa ⁄ Philip Dethlefs, dpa

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