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Roth will bei Kulturpass mit Frankreich kooperieren

Der sogenannte Kulturpass soll junge Leute zur Teilhabe an kulturellen Angeboten ermutigen. Kulturstaatsministerin Claudia Roth sieht das Projekt bislang positiv. Und plant schon eine Ausweitung.
Claudia Roth
«Wir wollen den Kulturpass jetzt deutsch-französisch aufstellen», sagt Kulturstaatsministerin Claudia Roth. © Jörg Carstensen/dpa

Nach dem aus ihrer Sicht erfolgreichen Start des Kulturpasses in Deutschland will Kulturstaatsministerin Claudia Roth das Angebot für Jugendliche mit der französischen Variante kombinieren. «Wir wollen den Kulturpass jetzt deutsch-französisch aufstellen», sagte die Grünen-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

«Wir sind dabei, auszuarbeiten, wie es denn möglich ist, dass französische Kulturpassbesitzer bei uns davon profitieren können und umgekehrt», so Roth.

Seit Juni konnten in Deutschland bis Jahresende rund 750.000 Berechtigte auf das Angebot zugreifen. Alle Jugendlichen des Jahrgangs 2005, die 2023 18 wurden, erhielten nach einer Registrierung eine Gutschrift von 200 Euro. Damit können etwa Konzerttickets, Bücher, Musikinstrumente und Kinobesuche bezahlt werden. Das Guthaben bleibt zwei Jahre lang gültig.

Unterstützt wurde Roth bei dem 100 Millionen Euro teuren Projekt von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Nun hofft sie auf eine Absicherung nicht nur im neuen Haushalt. «Ich will auch versuchen, private Sponsoren drauf anzusprechen. Etwa große Unternehmen, die sagen: Da könnten wir diesen Jungen, die wir dringend suchen in unseren Unternehmen, auch einen Bonus geben», sagte Roth.

Kulturstaatsministerin mit bisherigem Verlauf zufrieden

Den bisherigen Verlauf wertete die Kulturstaatsministerin positiv. «Die junge Menschen haben den Kulturpass angenommen, bisher haben 265.000 ihr Budget freigeschaltet, das ist für das erste halbe Jahr wirklich richtig gut», sagte sie mit Blick auf jüngste Zahlen. «Mir ist sehr daran gelegen, dass der Kulturpass weitergehen kann mit den Haushaltsentscheidungen. Es ist eine neue Form von Kulturförderung und führt eine ganz bestimmte Gruppe wieder an Kultur heran, die entweder noch gar nicht Kulturangebote wahrgenommen hat oder vor allem in Bezug auf das Erleben von Kultur vor Ort entwöhnt wurde durch Corona.»

Roth verwies auf die laufenden Erhebungen. «Über 500.000 verkaufte Bücher, das ist schon eine Nummer. Das sind mehr als 8,2 Millionen Euro Umsatz», sagte sie. «Diese Bücher bekommst du nicht online, sondern du musst dafür in den Buchladen um die Ecke gehen. Davon profitieren die Buchhändler, auch kleine Buchläden in ländlichen Regionen.» Von dort werde von einem neuen Publikum, neuen interessierten jungen Leute berichtet. «Die haben ein Buch reserviert über den Kulturpass und fangen dann an zu stöbern, zu suchen und Neues zu entdecken.»

© dpa
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