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Spiel, Satz und Sieg: Fans feiern gestoppten Investoren-Deal

In der 1. und 2. Fußball-Bundesliga haben die Fans am Samstag noch einmal Bezug auf den gestoppten Investoren-Deal der DFL genommen. Ein bisschen Häme war auch dabei.
Union-Fans
Die Union-Fans präsentieren ein Banner mit der Aufschrift «Spiel, Satz und Sieg!». © Andreas Gora/dpa

Mit Spruchbändern und Plakaten haben Fans in der 1. und 2. Bundesliga ihrer Freude über den geplatzten Investoren-Deal der Deutschen Fußball Liga Ausdruck verliehen.

«Spiel, Satz und Sieg!», teilten die Fans des 1. FC Union Berlin beim Bundesliga-Heimspiel gegen Heidenheim auf einem Transparent mit, das zudem einen Tennis- wie einen Fußball zeigte. Die Anhänger von Zweitligist Eintracht Braunschweig titelten vor dem Duell mit Hertha BSC: «Durch Geldgier, Wachstumswahn und Investoren gehen der Sport und seine Werte immer mehr verloren».

An den vergangenen Spieltagen war es durch das Werfen von Tennisbällen in deutschen Stadien immer wieder zu teils langen Spielunterbrechungen gekommen. Die gelbe Filzkugel wurde so zum Symbol des vehementen Protests gegen einen möglichen Investoren-Einstieg bei der DFL. Der Ligaverband hatte am Mittwoch erklärt, die Verhandlungen zum Abschluss eines Milliarden-Deals nicht mehr fortzuführen. Zuvor hatte sie die Gespräche mit dem letzten verbliebenen Investor CVC beendet. 

Die Union-Fans warnten auf einem anderen Transparent vor erneuten Verhandlungen mit einem Investor: «Doch beim nächsten Aufschlag stehen wir bereit!» Auch in Bremen reagierte die Fanszene auf die gestoppte Investoren-Suche: «Ein Kampf ist gewonnen - Die nächsten werden kommen» oder «Nein zu Investoren», teilten die Werder-Fans in der Pause des Bundesliga-Spiels gegen Darmstadt auf Spruchbändern mit.

Auch weitere Fan-Anliegen kamen zum Ausdruck, darunter «Pro Samstag 1530», «50+1 unverhandelbar» und «Stadionverbote abschaffen». Damit setzten sich die Werder-Anhänger für die klassische Bundesliga-Anstoßzeit am Samstag ein sowie die 50+1-Regel, die im Kern besagt, dass ein Investor bei einem Fußballclub nicht die Stimmenmehrheit übernehmen darf. Darauf nahmen auch die Fans von Zweitligist Hertha BSC Bezug. «Der Fußball lebt durch seine Fans. 50+1 Unantastbar», plakatierten sie.

© dpa
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