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Nach Streik-Ende: Bahn plant normalen Fahrplan ab Samstag

Der Lokführerstreik ist beendet. Im Fernverkehr gilt aber noch den ganzen Freitag über der Grundfahrplan. Reisende im Osten können im Laufe des Tages im Regionalverkehr auf mehr Verbindungen hoffen.
GDL-Streik
Ein Signal steht am Hauptbahnhof auf Rot. © Andreas Arnold/dpa

Bei der Deutschen Bahn bereitet man sich intensiv auf das Hochfahren des Fahrplans in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vor. Der Lokführerstreik im Personenverkehr ist am Freitag 13.00 Uhr offiziell beendet worden. Im Regionalverkehr sollen bereits im Laufe des Nachmittags zusätzliche Verbindungen geschaffen werden, wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte. Im Fernverkehr bleibe es den gesamten Freitag bei dem Grundfahrplan mit vereinzelten Angeboten. Ziel sei es, ab Samstag den regulären Fahrplan anzubieten, betonte die Sprecherin.

Die Lokführergewerkschaft GDL hatte die Beschäftigten von Donnerstagfrüh zu einem 35-stündigen Streik im Tarifstreit mit der Bahn aufgerufen. Dabei war es zu starken Einschränkungen im Fern-, Regional- und S-Bahnverkehr gekommen.

Nach Angaben der Bahnsprecherin für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sieht das Grundangebot vor allem Verbindungen auf der Nord-Süd-Achse vor. Nach Hamburg über Berlin und auch über Erfurt nach Nürnberg und München werden demnach längere Züge mit mehr Sitzplätzen eingesetzt. Außerdem gilt bei der Deutschen Bahn erneut eine besondere Kulanzregelung: Wer auf seine Reise in der Zeit des GDL-Streiks verzichten möchte, kann laut Bahn seine Tickets zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben und Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden. Fahrgäste sollten sich vor ihrer Reise über den Fahrplan informieren.

Es ist bereits der fünfte Ausstand im seit November laufenden Konflikt. Knackpunkt der Tarifauseinandersetzung ist die Forderung der Gewerkschaft nach einer Senkung der Wochenarbeitszeit von 38 auf 35 Stunden für Schichtarbeiter ohne finanzielle Einbußen. Eine vierwöchige Verhandlungsphase hinter verschlossenen Türen war vergangene Woche trotz des Einsatzes externer Vermittler gescheitert. Die Gewerkschaft will nun künftige Streiks deutlich kurzfristiger ankündigen als bisher.

Die Mitbewerber der Deutschen Bahn sind von dem Lokführerstreik nicht direkt betroffen. Es könnte aber Einschränkungen geben, wenn die für diese Verkehre relevanten Stellwerke sich am Streik beteiligen.

© dpa
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