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Jüdisch-israelisches Festtage geplant

Seit vielen Jahren bieten die Jüdisch-Israelischen Kulturtage Gelegenheit, vielleicht unbekannte Kultur kennzulernen und schaffen so Begegnungsangebote. Das soll dieses Jahr erst recht der Fall sein.
Synagoge
Ein siebenarmiger Leuchter (Menora) mit einem Davidstern in einer Synagoge. © David Inderlied/dpa/Symbolbild

Der Überfall der Hamas auf Israel, antisemitische Vorfälle in Deutschland: Gerade in der schwierigen weltpolitischen Lage will der Förderverein jüdisch-israelischer Kultur in Thüringen und die Jüdische Landesgemeinde vom 6. bis zum 24. März mit den Jüdisch-Israelischen Kulturtage wieder für Verständnis und Miteinander werben.

«Ich bin sehr froh, dass es «jüdisch-israelische Kulturtage» sind und nicht nur «jüdische»», sagte die seit Herbst neue Vorsitzende des Fördervereins, Dorothea Marx, am Dienstag bei der Vorstellung des Festivalprogramms in Erfurt. Mit Bezug auf den Überfall auf Israel betonte sie, dass diejenigen, die in ihrem Zuhause angegriffen würden, Unterstützung bräuchten. Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Reinhard Schramm, sagte, dass Juden mit dem Angriff das Gefühl einer sicheren Heimstätte verloren hätten. Die Jüdische Landesgemeinde stellt das Festival gemeinsam mit dem Förderverein auf die Beine.

Bei dem Massaker am 7. Oktober ermordeten Terroristen der Hamas und anderer extremistischer Palästinensergruppen mehr als 1200 Menschen in Israel.

«Es war für uns absolut klar, die Kulturtage auch in diesem Jahr und gerade jetzt stattfinden zu lasse», betonte der künstlerische Leiter des Festivals Johannes Gräßer am laut Mitteilung. So sei das Programm auch nach dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 unter schwierigen Bedingungen weiter geplant worden.

Dabei seien israelische Künstlerinnen und Künstler, die ihr Kommen schon zugesagt hatten, nach dem Überfall für eine längere Zeit gar nicht oder nur schwer erreichbar gewesen, hieß es seitens des Festivals. Die teils massiven antiisraelischen Protesten auch in Deutschland hätten zudem manche darüber nachdenken lassen, Konzerte und Touren abzusagen. Dennoch hätten alle angefragten Künstler zugesagt.

Musik, Literatur und mehr

Insgesamt sind beim Festival mehr als 60 Konzerte, Vorträge, Workshops und andere Veranstaltungen in 14 Städten und Gemeinden geplant. Das Yamma-Ensemble wird die Kulturtage am 6. März im Rathaussaal in Mühlhausen eröffnen. Die Gruppe um die israelische Sängerin Talya G.A Solan trat im vergangenen Jahr bereits beim Rudolstadt Festival auf und setzt auf historische Instrumente. Mit Flora (Liron Meshulam) kommt eine junge Singer-Songwriterin, die Folk mit elektronischer Musik verbindet.

In Zusammenarbeit mit den Thüringer Bachwochen werden Vokalkompositionen für Chöre mit traditionellen und zeitgenössischen jüdischen Texten in Hebräisch und Deutsch zu hören sein. Bei einer weiteren neuen Kooperation mit der Erfurter Herbstlese steht eine Lesung mit Deborah Feldman auf dem Programm. Die Autorin wird aus ihrem neusten Buch «Judenfetisch» lesen. Bekannt wurde sie mit dem autobiografischen «Unorthodox». Die darin geschilderte Flucht aus einer ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde wurde von Netflix verfilmt.

© dpa
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