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Demos gegen rechts in Weimar, Freiberg und Magdeburg

In mehreren Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben am Montagabend erneut mehrere Tausend Menschen gegen rechts demonstriert.
Demonstrationen gegen Rechtsextremismus - Weimar
Teilnehmer einer Demonstration gegen Rechtsextremismus stehen auf dem Versammlungsplatz. © Bodo Schackow/dpa

So fand etwa im thüringischen Weimar eine Demonstration statt, bei der auch Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sprach. Nach Angaben der Polizei nahmen 3000 Menschen teil - Unter dem Motto «Nie wieder ist jetzt - Weimar gegen Faschismus und für Demokratie». Die Veranstalter hatten 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angekündigt. Nach Angaben der Polizei verlief die Demo auf dem Wielandplatz friedlich. Nahezu zeitgleich habe es auf dem Theaterplatz eine angemeldete, in der Regel wöchentlich stattfindende Versammlung mit rund 550 Teilnehmern gegeben, die sich systemkritisch mit der aktuellen Bundes- und Landespolitik auseinandersetze.

Im sächsischen Freiberg kamen laut Polizei etwa 1000 Teilnehmer zu einer Demo gegen rechts - und rund 120 Menschen zu einer nicht angemeldeten Kundgebung mit Bannern der Freien Sachsen. Bei einer Demonstration gegen rechts in Magdeburg zählte die Polizei rund 50 Menschen.

Deutschlandweit waren am Wochenende Hunderttausende auf die Straßen gegangen, um gegen rechts zu demonstrieren. «Nach dem, was die Polizei bundesweit gezählt hat, haben etwa 910.600 Menschen am Wochenende an den Demonstrationen gegen Rechtsextremismus teilgenommen», sagte der Sprecher des Bundesinnenministeriums, Maximilian Kall, am Montag in Berlin.

Demnach waren am Samstag insgesamt rund 360.000 Menschen unterwegs. Am Sonntag gingen den Angaben zufolge etwa 550.000 Demonstranten auf die Straße. Die Demonstrationen seien auch ein Signal an alle in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund, «dass sie ganz klar dazugehören», so der Ministeriumssprecher. In München musste der Protest am Sonntag wegen zu großen Andrangs abgebrochen werden.

Auslöser für die Proteste waren Enthüllungen des Recherchezentrums Correctiv über ein Treffen von Rechtsextremisten am 25. November, an dem einige AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion in Potsdam teilgenommen hatten. Der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, hatte bei dem Treffen nach eigenen Angaben über «Remigration» gesprochen. Wenn Rechtsextremisten den Begriff verwenden, meinen sie in der Regel, dass eine große Zahl von Menschen ausländischer Herkunft das Land verlassen soll - auch unter Zwang.

© dpa
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