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ThSV Eisenach gewinnt Ost-Derby in Leipzig

Das mit viel Brisanz im Vorfeld angeheizte Ost-Derby entscheidet erneut Eisenach für sich. Den Thüringen gelang damit der erste Bundesliga-Sieg in diesem Jahr.
SC DHfK Leipzig - ThSV Eisenach
Eisenachs Manuel Zehnder (M) und Peter Walz (unten) überwinden Leipzigs Abwehr aus Luca Witzke (l) und Marko Mamić. © Jan Woitas/dpa

Die Handballer des ThSV Eisenach haben erneut das brisante Ost-Derby gegen den SC DHfK Leipzig gewonnen. Vor 6000 Zuschauern in der ausverkauften Leipziger Arena siegten die Thüringer am Sonntag mit 31:29 (13:14) und schafften den ersten Bundesliga-Erfolg seit dem 23. Dezember. Beste Werfer auf DHfK-Seite waren die Nationalspieler Franz Semper (7 Tore) und Luca Witzke (6). Für die Thüringer trafen Malte Donker und Peter Walz (je 4) am besten.

«Der erste Sieg in diesem Jahr, jetzt können wir es abschütteln. Endlich konnten wir uns mal belohnen. Wir hatten gute Lösungen im Tempospiel, in der zweiten Halbzeit haben wir die zweite Welle besser mitgenommen, das war ein ganz entscheidender Faktor», sagte Eisenachs Trainer Misha Kaufmann und ergänzte: «Dieser Sieg bringt uns unheimlich viel, auch für die Moral.» Marko Grgic wollte den Sieg nur noch genießen, eine Rückfahrt mit den Fans im Sonderzug nach Eisenach schloss er aus: «Ich glaube, wenn wir mit dem Zug fahren, dann überleben wir die Nacht nicht.»

Spontan gab es dann doch andere Überlegungen. Grgic postete auf Instagram: «Da hat sich wohl was am Plan geändert.» Die ThSV-Handballer legten bei Facebook nach mit: «Derbysieger im Zug zurück nach Eisenach.»

Allein durch das Hinspiel hatte die Partie eine besondere Brisanz. Denn der Aufsteiger gewann mit 25:24, ehe Leipzig Protest einlegte. Angeblich waren sechs Sekunden auf der Uhr verschwunden. Der Einspruch wurde von der zweiten Kammer des DHB-Bundessportgerichts abgeschmettert.

Nun provozierten die Wartburgstädter vor der Partie mit einem Fan-Shirt und der Aufschrift «Was ist grün und auf Knopfdruck rot? Ein Leipziger in sechs Sekunden.» Das schmeckte DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther, der für das Rückspiel extra eine Zusatztribüne für die rund 1000 mitgereisten Thüringer errichten ließ, überhaupt nicht. «Wenn ich zu einer Party eingeladen bin, würde ich auch kein Shirt anziehen, wo draufsteht, dass der Gastgeber scheiße ist.»

So war von Beginn an viel Aggressivität in der Begegnung. Semper sorgte mit einem Doppelschlag für die erste Zwei-Tore-Führung (4:2/10.). Lukas Binder erhöhte auf 8:5 (16.). Nach einer Zeitstrafe für Marko Mamic schafften die Thüringer in nur drei Minuten wieder den Ausgleich (9:9). Dank des stark aufgelegten Witzke gingen die Sachsen aber mit 14:13 in die Pause. Auf der Gegenseite konnte Manuel Zehnder, der die Torschützenliste der Liga anführt, kaum Akzente für die Gäste setzen.

Nach dem Wechsel war das DHfK-Team von Runar Sigtryggsson hellwach. Mit drei Treffern hintereinander gelang eine 17:13-Führung. Doch es fehlte die Souveränität und Abgeklärtheit. «Als Franz weg war, haben wir enorm viele technische Fehler gemacht. Franz bringt viel Sicherheit ins Spiel», sagte Leipzigs Binder. Witzke meinte: «Wir finden keine Lösungen. Nehmen uns viel vor, was wir nicht halten können und finden dann keine Lösungen.»

So kam Eisenach immer wieder heran und schaffte den 22:22-Ausgleich (44.) und in der 51. Minute die 26:25-Führung, die Moritz Ende (52.) mit einem Direkt-Wurf vom eigenen Kreis auf 27:25 schraubte. Nach zwei Torhüter-Paraden von Matija Spikic erhöhte der ThSV sogar auf 28:25 und ließ sich ersten Sieg seit Dezember 2023 nicht mehr nehmen.

© dpa
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