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Rodel-WM: «Zweimal gerade runterfahren» und Frust-Abbau

Einmal Gold und einmal Silber - Deutschlands Rodlerinnen und Rodler sind bei der Heim-WM in Altenberg noch nicht so richtig in Schwung gekommen. Das soll sich ändern.
Julia Taubitz
Die Rodlerin Julia Taubitz aus Deutschland jubelt nach ihrem Sieg im Sprint. © Jan Woitas/dpa

Trotz Sprint-Gold für Julia Taubitz und Sprint-Silber für Max Langenhan sind die Rodlerinnen und Rodler nach den ersten vier von neun Rennen bei der Heim-WM in Altenberg nicht so richtig zufrieden. «Wir werden unseren Frust in den Start hineinlegen, zwei saubere Läufe fahren und uns von der geilen Stimmung hier treiben lassen», kündigten die sechsmaligen Doppel-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt an. Die hochdekorierten Bayern, Vizeweltmeister im Sprint im vergangenen Jahr in Oberhof, wurden am Freitag in Altenberg nur Siebte.

Bei widrigen Wetterbedingungen landeten die letztjährigen Sprint-Weltmeisterinnen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal als 14. noch weiter hinten. «Es war schwierig. Das Wetter hat uns nicht so in die Karten gespielt», sagte Degenhardt. Die 21-Jährige möchte das verpatzte Rennen schnell abhaken, wieder angreifen und wie in Oberhof den Doppelsitzer-Titel gewinnen: «Es geht weiter.»

Im Vorjahr hatten die deutschen Rodlerinnen und Rodler acht von neun WM-Titeln und weitere acht Medaillen gewonnen. Nach dem Auftakt-Freitag standen acht von zwölf möglichen Medaillen in der Bilanz. Im Osterzgebirge gibt es bislang Gold durch Taubitz und Silber durch Langenhan.  

Höhepunkt am Samstag im Altenberger Eiskanal ist das Einsitzer-Rennen mit dem Sprint-Zweiten Langenhan und dem dreimaligen Olympiasieger Felix Loch. «Vom Schlitten her passt es ganz gut. Morgen ist es wieder trocken, das wird ein anderes Rennen», sagte der Sprint-Vierte aus Bayern am Freitag. Der 34-Jährige gibt sich selbstbewusst: «Wenn ich zweimal gerade runterfahren, dann reicht es schon.»

Vielleicht erfüllt sich der Wunsch von Weltcup-Spitzenreiter Langenhan ja doch noch und er steht zusammen mit Loch auf dem WM-Podest. «Am Ende wäre es cool, wenn wir beide eine Medaille um den Hals hängen haben.» 

Der Sieg im Einsitzer-Wettbewerb ist Langenhan der liebste. «Am Ende zählt natürlich dieser Titel, den man auch bei Olympia gewinnen kann. Das ist halt einfach der Einsitzer-Titel. Den Sprint gibt es halt noch nicht bei Olympia.» Die WM endet am Sonntag mit dem Frauen-Einsitzer und der Teamstaffel.

© dpa
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