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Windkraft-Ausbau hinter den Zielen: Regierung optimistisch

2023 sind in Rheinland-Pfalz fast doppelt so viele Windräder gebaut worden wie im Vorjahr. Dennoch hinkt der Ausbau den Zielen der Landesregierung deutlich hinterher. Die sieht sich dennoch auf einem guten Wege und verweist noch auf andere Zahlen.
Windpark
Windräder drehen sich in einem Windpark. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Beim Ausbau der Windkraft deutlich unter der Zielvorgabe, bei der Photovoltaik deutlich darüber: So lässt sich grob die Bilanz des Ausbaus erneuerbarer Energien in Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr zusammenfassen.

Die Zahl der neu in Betrieb genommenen Windenergieanlagen 2023 stieg gegenüber dem Vorjahr. Konkret waren es 33 neue Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 139 Megawatt, wie der Bundesverband Windenergie und der Verband VDMA Power Systems am Dienstag mitteilten. Dies entspreche vier Prozent des gesamten Zubaus in Deutschland. Nach vorherigen Angaben des Energieministeriums in Mainz waren es 2022 insgesamt 18 neue Anlagen gewesen.

Da sechs Anlagen zurückgebaut wurden, lag der Nettozubau bei 128 Megawatt. Das liegt deutlich hinter den Zielen der Landesregierung: Sie will laut Koalitionsvertrag jährlich Windenergie mit einer Leistung von 500 Megawatt ausbauen.

Im bundesweiten Vergleich des Windkraftzubaus rangiert Rheinland-Pfalz für vergangenes Jahr auf Platz sieben. Deutschlandweit ist die Zahl neuer Windräder 2023 deutlich gestiegen. 745 neue Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 3,57 Gigawatt gingen in Betrieb - fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr.

Insgesamt drehten sich in Rheinland-Pfalz zum Jahresende 1780 Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 4000 Megawatt. Das sind nach Angaben der Branchenverbände sieben Prozent des bundesweiten Anlagebestandes. In Deutschland gab es zum Jahresende 28 677 Windräder mit einer Leistung von rund 61 Gigawatt. Der größte Teil davon steht in Niedersachsen (21 Prozent), Brandenburg, Schleswig-Holstein (je 14 Prozent) und Nordrhein-Westfalen (12 Prozent).

Das Energieministerium in Mainz ergänzte, weitere 85 Anlagen mit einer Leistung von 450 Megawatt seien vergangenes Jahr schon genehmigt worden, bei 257 Anlagen laufe das Genehmigungsverfahren. Immer mehr Kommunen realisierten, dass Windenergieanlagen eine wichtige Einnahmequelle sein könnten, sagte Energieministerin Katrin Eder (Grüne). Sie ergänzte: «Die Ausbaumaßnahmen der Windenergie wirken aufgrund langer Planungszeiten zeitverzögert. Wir sind optimistisch, dass auch hier die Dynamik weiter zunehmen wird.»

Insgesamt habe es bei den erneuerbaren Energien - also PV und Windenergie - 2023 erstmals einen Zubau von mehr als einem Gigawatt Leistung gegeben. «Diesen positiven Trend gilt es weiter fortzuschreiben», sagte Eder. Bei der Photovoltaik (PV) hatte sich die Landesregierung ebenfalls einen Zubau von 500 Megawatt pro Jahr vorgenommen. Hier kamen am Ende etwa 940 zusätzliche Megawatt zusammen, damit habe sich der PV-Ausbau seit 2020 verfünffacht, sagte Eder. «Ohne einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien werden wir im Klimaschutz nicht den notwendigen Schub bekommen.»

© dpa
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