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Wetterchaos: Stundenlange Staus und Schneetreiben

Perfektes Wetter zum Schneemannbauen, aber schlechtes Wetter zum Autofahren: Glätte und Schnee haben am Donnerstag für Chaos auf den Straßen gesorgt. Wo war die Lage besonders schlimm?
Winterwetter
Fahrzeuge fahren bei starkem Schneefall auf der Autobahn. © David Young/dpa

Auf den Straßen in Rheinland-Pfalz ist am Donnerstag viel Geduld gefragt gewesen. Wegen Schnee und Glätte bildeten sich auf den Autobahnen kilometerlange Staus. Die Autobahn 61 bei Rheinböllen (Rhein-Hunsrück-Kreis) etwa wurde wegen Glätte am Donnerstag zeitweise in beide Fahrtrichtungen gesperrt. «Da ist ein kompletter Eispanzer drauf», sagte ein Polizeisprecher. Wegen der Glätte gebe es insbesondere für Lastwagen kein Vorankommen, schrieb die Polizei auf Whatsapp. Sie forderte Lkw-Fahrer auf, den nächsten Rastplatz anzufahren.

50 Kilometer Stau auf A61

Auf der A61 in Fahrtrichtung Süden bildete sich laut Polizei Koblenz zwischen Emmelshausen und Kruft ein Stau von rund 50 Kilometern. Streudienste und das Technische Hilfswerk seien im Einsatz. Die Polizei Mainz rief dazu auf, Rettungsgassen zu bilden. «Wie uns berichtet wird, kommen stellenweise weder Einsatzkräfte noch Streufahrzeuge durch.»

Auch auf anderen Autobahnen in Rheinland-Pfalz sorgte das Wetter für Chaos. Auf der A63 zwischen Alzey und Kaiserslautern gab es laut Polizei eine geschlossene Schneedecke. Mehrere Fahrzeuge seien auf dem Seitenstreifen liegengeblieben, Lastwagen festgefahren und Autos in den Graben gerutscht.

Von der A6 berichtete die Polizei Westpfalz von querstehenden und festgefahrenen Lastwagen. Auch diese Autobahn wurde zeitweise gesperrt. Auf der A60 kam es am Donnerstagmorgen zu einem witterungsbedingten Unfall. Sie wurde zwischen Ingelheim Ost und Ingelheim West zwischenzeitlich in Richtung Bingen gesperrt.

Die Nacht auf der A3

Bereits in der Nacht hatten Glatteis und Schnee zu einem kilometerlangen Stau auf der A3 geführt. «Teilweise sind die Lkw gerutscht, so dass die komplette Autobahn blockiert war und der Verkehr in Fahrtrichtung Köln zum Erliegen kam», hieß es von der Technischen Einsatzleitung des Landkreises Neuwied in der Nacht. Nach einer ersten Schätzung sei von etwa 2000 Menschen im Stau ausgegangen worden. Das Technische Hilfswerk habe Lastwagen freigeschleppt, die Feuerwehr die Menschen in den Fahrzeugen versorgt.

«Wir haben relativ früh angefangen, Heißgetränke zu verteilen», sagte Tim Wessel, Pressesprecher der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Asbach. «Da waren Menschen dabei, die waren einfach froh, dass sie mal einen warmen Kaffee bekommen haben, weil sie schon vier Stunden im Stau standen.» Bei vereinzelten Fahrzeugen sei der Kraftstoff ausgegangen oder die Batterie habe versagt. «Da sind die Personen dann in Mannschaftswagen aufgenommen worden, damit sie im Warmen sitzen konnten», sagte Wessel.

Zudem habe die Feuerwehr ein paar medizinische Notfälle versorgt. «Wir hatten etwa eine Unterzuckerung und eine Panikattacke, wo wir beruhigen konnten», sagte Wessel. Auch für die Einsatzkräfte selbst habe es warme Getränke gegeben.

Am Nachmittag teilte die Polizei Koblenz dann mit, dass sich die Lage auf den Autobahnen allmählich entspanne. Auch aus der Westpfalz und aus Mainz kam vorsichtige Entwarnung: Die Verkehrssituation scheine sich zu beruhigen, schrieb die Polizei Westpfalz. Und die Mainzer Kollegen meldeten: «Gesamtsituation entspannt sich deutlich, dank einsetzendem Sonnenschein.»

Unfälle und Ausfälle

Seit dem Morgen habe es in der Vorder- und Südpfalz bereits 50 Unfälle gegeben, teilte die Polizei Rheinpfalz am Mittag mit. Die Mainzer Polizei berichtete am Mittag von ähnlichen Zahlen - hier waren es 46 Unfälle seit 6 Uhr. Im Saarland gab es bis zum Vormittag landesweit 34 Unfälle. Bereits am Mittwoch war ein Transporter-Fahrer in der Eifel ums Leben gekommen. Es herrschten «winterliche Straßenverhältnisse», hieß es.

In Mainz wurde der Straßenbahnbetrieb wegen des Wetters komplett eingestellt. Der Busverkehr in mehreren Städten war eingeschränkt. In Koblenz konnte der Betrieb im Laufe des Mittags wieder aufgenommen werden. Hinzu kam bei den Bussen noch ein Warnstreik der Tarifbeschäftigten im privaten Busgewerbe - auch dadurch kam es zu Ausfällen.

So geht es weiter

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes kann es auch in der Nacht zu Freitag noch zu Glätte kommen. In der zweiten Nachthälfte müsse mit einzelnen Schneeschauern gerechnet werden, meist bleibe es aber niederschlagsfrei. Am Freitag sollen die Schneeschauer dann allmählich abklingen. Die Temperaturen steigen auf minus 3 bis 0 Grad, entlang des Rheins auf 1 Grad.

© dpa ⁄ Mona Wenisch, dpa
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