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Weißstörche kehren aus dem Winterquartier zurück

Es wird wieder geklappert an Weser und Niederrhein: Weil viele Weißstörche im Winter gar nicht mehr so weit gen Süden ziehen wie früher, beginnt ihre Balz hierzulande immer frühzeitiger.
Storch
Ein Storch fliegt an einer Stromleitung vorbei. © Pia Bayer/dpa

Immer mehr Weißstörche sind aus ihren Winterquartieren zurück in den Auen entlang von Weser, Rhein und Lippe und bereiten ihre Nester für die Brut vor. «Die ersten Jungvögel könnten dann Anfang Mai in den Nestern liegen», sagte Alfons Rolf Bense vom Aktionskomitee Weißstörche im Kreis Minden-Lübbecke der Deutschen Presse-Agentur.

Dass die Rückkehr einer größeren Zahl der Zugvögel inzwischen bereits im Februar zu beobachten ist, hat nach Auskunft des Weißstorch-Experten mit immer kürzeren Wegen zu tun: In den letzten milden Wintern habe die Zahl der Tiere, die nicht mehr bis Westafrika fliegen, deutlich zugenommen, sagte Bense. Manche blieben in Südfrankreich oder Spanien, eine weitere Gruppe überwintere sogar in Rheinland-Pfalz oder Hessen - und sei damit früher wieder in der Heimat. Vereinzelt sei sogar zu beobachten, dass Vögel ihre Brutregion sogar im Winter nicht verlassen.

Solange die Störche ein gutes Nahrungsangebot fänden, sei ihre frühzeitige Rückkehr kein Problem. In diesem Jahr sei das Futterangebot durchaus üppig - dem regenreichen Winter sei Dank. «Die Böden sind feucht, die Regenwürmer sind oben», sagte Bense.

Wie wichtig diese für die Jungvögel sind, weiß auch Hans Glader, Vorsitzender der Stiftung Störche in NRW. Sind erst einmal die Jungtiere geschlüpft, müssen die Eltern pro Küken täglich bis zu eineinhalb Kilo Futter heranschaffen - vorzugsweise proteinreiche Regenwürmer, berichtete er. Nach seinem Bericht sind auch am Niederrhein die ersten Weißstörche wieder da. Nach dem Kreis Minden-Lübbecke brüten dort die zweitmeisten Störche NRWs.

Die Entwicklung der Storchenbestände im dicht besiedelten Bundesland ist für die Naturschützer und Vogelliebhaber eine Erfolgsgeschichte: In den 1990er-Jahren gab es landesweit noch drei verbliebene Brutpaare - sie alle lebten im Kreis Minden-Lübbecke. «Damals hat niemand damit gerechnet, dass sich das so entwickelt», so Glader. Durch die Schaffung von Feuchtwiesenschutzgebieten sei es gelungen, nach und nach wieder mehr Störche anzusiedeln. 2022 brüteten in Nordrhein-Westfalen mehr als 700 Paare, auch 2023 sei ein gutes Jahr für die Störche gewesen, wobei landesweite Zahlen noch nicht vorlägen, sagte Glader.

«Früher dachten wir, dass unsere Landschaft so viele Störche gar nicht ernähren kann», meinte Bense. Doch die Störche seien anpassungsfähige Opportunisten: «Wo sie Nahrung finden, breiten sie sich aus», sagte Bense. Außerdem sei zu beobachten, dass sie sehr soziale Wesen seien, die gerne in sich zunehmend verdichtenden Kolonien brüteten. So gebe es in Petershagen - NRWs Storchen-Hauptstadt - ein Dorf, in dem zuletzt zwanzig Brutpaare gezählt wurden. Auch im Paderborner Land und entlang der Lippe sind immer mehr Weißstörche zu finden.

© dpa
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