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Stromnetze sollen intelligent werden: Start Modellprojekt

Die meisten erneuerbaren Energien werden an die Stromverteilnetze angeschlossen. Gleichzeitig ziehen Wärmepumpen und Ladesäulen immer mehr Strom. Netzbetreiber Westnetz will jetzt im Sauerland erproben, wie ein digitales Netz mit den neuen Anforderungen umgehen muss.
Neue Hochspannungstrasse
Freileitungsmasten einer Hochspannungstrasse. © picture alliance / dpa/Archivbild

Was müssen die regionalen Stromnetze können, wenn immer mehr Wärmepumpen, Ladepunkte und Sonnenstrom-Anlagen angeschlossen werden? Neben dem Ausbau gilt Digitalisierung als entscheidender Faktor. Deutschlands größter Netzbetreiber Westnetz will jetzt in einer Region im Sauerland mit 102.000 Einwohnern erproben, wie ein sogenanntes Verteilnetz digital gesteuert werden kann. Am Mittwoch stellte das Unternehmen das Projekt «Smarte Energieregion Arnsberg und Sundern» in Arnsberg vor. Westnetz gehört über Westenergie zum Energiekonzern Eon.

Für die zusätzlichen Aufgaben seien die Verteilnetze ursprünglich nicht ausgelegt worden, sagte Westnetz-Geschäftsführer Patrick Wittenberg. «Deshalb müssen wir die Netze dringend verstärken, erweitern und digitalisieren.» Nötig seien Netze, die sich aus der Ferne beobachten und steuern lassen. «In diesen Netzen wird es möglich, Strom und Spannung aus der Ferne zu messen und Energieflüsse zu steuern. Mit den gemessenen Daten können wir die Netze noch bedarfsgerechter ausbauen und effizienter betreiben.»

Westnetz betreibt in der Modellregion schon jetzt zwei digitale Umspannwerke und mehr als 70 digitale Ortsnetzstationen. Hinzu kommen mehr als 2200 intelligente Messsysteme in Betrieben und Haushalten, sogenannte Smart Meter. In den kommenden Jahren sollen mehrere hundert digitale Ortsnetzstationen sowie mehrere zehntausend Smart Meter hinzukommen. In der Modellregion leben rund 102.000 Menschen.

In der Modellregion erfassen die digitalen Umspannwerke, Ortsnetzstationen und Smart Meter Daten über Verbrauch und Einspeisung. In Echtzeit werden sie an die Netzleitstelle in Arnsberg gesandt, sozusagen das Gehirn des Verteilnetzes. Dort werden die Energieflüsse überwacht und gesteuert.

«Verteilnetze sind das Rückgrat der Energiewende», sagte NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne). Mehr als 90 Prozent der Erneuerbare-Energien-Anlagen speisten ihren Strom dort ein. «Mit dem beschleunigten Einbau von Wärmepumpen und dem E-Mobility-Hochlauf nimmt die Komplexität beim Strommanagement enorm zu.» Dies könne nur mit digitalen, intelligenten Infrastrukturen bewältigt werden. «Das Projekt «Smarte Energieregion Arnsberg und Sundern» bildet das zukünftige Energiesystem mit den erforderlichen Infrastrukturen optimal ab.» Es könne als Blaupause für weitere Verteilnetze dienen, so die Ministerin.

Die Westenergie-Gruppe habe einen erheblichen Umbau vor der Brust, sagte Wittenberg weiter. In den vergangenen 15 Jahren habe man bereits 265.000 PV-Anlagen an das Netz angeschlossen. «Jetzt müssen wir allein 675.000 Anlagen bis 2030 anschließen. Hinzu kommen Wärmepumpen und Ladesäulen für E-Fahrzeuge.

© dpa
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