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Neue Technologie-Ansiedlung im Kohlerevier

Braunkohle wird nur noch wenige Jahre im Rheinischen Revier gefördert. Tausende Arbeitsplätze werden verschwinden. Ein Unternehmen aus Taiwan für hochpräzise elektronische Anlagen will sich ansiedeln.
Braunkohle-Revier
Blick auf den Braunkohletagebau Inden. © Thomas Banneyer/dpa

Im Rheinischen Braunkohle-Revier will sich ein weiteres Technologie-Unternehmen ansiedeln. Auf dem Gelände des Brainergy Parks in Jülich sollten im kommenden Jahr zunächst 90 und bis 2028 insgesamt 360 Arbeitsplätze entstehen, teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag in Düsseldorf mit. Das Tochterunternehmen von Quanta Computer aus Taiwan wolle künftig hochpräzise elektronische Anlagen und Geräte für Fahrzeughersteller, vor allem im Bereich autonomes Fahren, produzieren.

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonten, noch vor dem Kohleausstieg würden neue Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Wüst erklärte, Nordrhein-Westfalen habe sich auf den Weg gemacht «von der Kohle zur KI». Die Ansiedlung von Quanta Computer sei der nächste Meilenstein auf diesem Weg. Bereits vor einigen Wochen hatte der US-amerikanische Tech-Konzern Microsoft den milliardenschweren Bau von zwei Rechenzentren in der Region angekündigt.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums soll auf dem Gelände bei Jülich für das Unternehmen aus Taiwan eine Produktions- und Lagerhalle mit insgesamt 20.000 Quadratmetern Fläche entstehen. Dazu investiere ein Gewerbeimmobilien-Entwickler aus den Niederlanden mehr als 40 Millionen Euro in den Kauf des Grundstücks und die Errichtung des Gebäudes im Brainergy Park. Das Unternehmen werde die Fertigungsstätte an Quanta Computer vermieten. Der Baustart sei für das dritte Quartal 2024 geplant.

«Das Rheinische Revier wandelt sich Schritt für Schritt zur führenden Digital- und Quantenregion», sagte Wüst. Neubaur sagte, der Umbau der Wirtschaft im einst größten Braunkohle-Revier Deutschlands komme voran. Durch das Ende der Förderung und Verstromung von Braunkohle sowie bei Zulieferern fallen in der Region über die Jahre an die 17.000 Arbeitsplätze weg.

Quanta erklärte, der Standort biete die ideale Infrastruktur und Umgebung, um seine hochpräzise Technologien zu entwickeln und zu produzieren. «Wir sehen hier großes Potenzial für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und die Realisierung unserer innovativen Projekte», teilte das Unternehmen mit.

Der Brainergy Park liegt auf dem platten Land im Norden von Jülich. Der noch wenig bebaute 52 Hektar große Gewerbe- und Technologiepark wird von den Nachbarkommunen Jülich, Niederzier und Titz sowie dem Kreis Düren entwickelt. Der Bau des Innovations- und Gründerzentrums wird mit 67,5 Millionen Euro gefördert. In der Nähe gibt es viele Wissenschaftseinrichtungen wie die RWTH in Aachen oder das Forschungszentrum Jülich, die zur Attraktivität des Standorts beitragen sollen.

© dpa
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