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30.000 Menschen demonstrieren gegen Rechtsextremismus

Immer wenn in Münster die AfD zum Neujahrsempfang einlädt, demonstriert ein Bündnis aus Parteien, Verbänden, Gewerkschaft und kirchlichen Gruppen gegen die Veranstaltung vor dem Historischen Rathaus.
Demonstration gegen AfD Veranstaltung
Kundgebungsteilnehmer und Teilnehmerinnen auf dem Prinzipalmarkt. © Guido Kirchner/dpa

Vor dem Historischen Rathaus und auf dem Domplatz in der Innenstadt haben am Freitag in Münster nach Angaben der Polizei 30.000 Menschen für die Demokratie und gegen Rechtsextremismus demonstriert. Es gebe weiteren Zulauf, teilten die Beamten gegen 18.00 Uhr mit. Dem Aufruf der Initiative «Keinen Meter den Nazis» hatten sich zahlreiche Gruppen, Verbände, Parteien und rund 30 Bürgermeister aus mehreren Orten im Münsterland angeschlossen. Auslöser der Proteste zwischen Lambertikirche und Prinzipalmarkt ist der Neujahrsempfang des AfD-Kreisverbandes Münster im Rathaus der Stadt. Gäste des Treffens sind die AfD-Bundestagsabgeordneten Peter Boehringer und Martin Reichardt.

Angemeldet hatten die Veranstalter bei der Polizei 1500 Teilnehmer. Diese Zahl aber war bereits zum Auftakt am frühen Abend erreicht. Die Polizei musste früh die Zugänge wegen Überfüllung schließen. Nach den Enthüllungen des Medienhauses Correctiv über ein Treffen radikaler Rechter im November in Potsdam, an dem auch AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der CDU und der sehr konservativen Werteunion teilgenommen hatten, zog es viele Demonstranten in die Innenstadt. Auf dem Platz vor dem Dom, wenige Meter entfernt vom Rathaus, übertrug eine Leinwand das Geschehen von der Bühne.

Aufgerufen zur Teilnahme an der Demonstration hatten auch rund 30 Bürgermeister aus dem Münsterland. Dem hatte sich Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (CDU) angeschlossen. «Es braucht ein klares Zeichen aus der Zivilgesellschaft - wir müssen uns deutlich für Vielfalt und Demokratie einsetzen und uns ebenso deutlich gegen jede Form von politischem Extremismus positionieren», sagt Lewe. «Gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern aus dem Münsterland setze ich mich für den sozialen Zusammenhalt in unseren Städten und Gemeinden ein.»

Das Bistum Münster hatte am Freitag Europaflaggen vor dem Dom gehisst. «Seitens des St.-Paulus-Doms möchten wir Flagge zeigen für Menschenwürde und Nächstenliebe. Wir setzen uns ein für eine solidarische, tolerante und vielfältige Gesellschaft. Jeder Form von Ausgrenzung, Hass, Rassismus und Antisemitismus werden wir entschlossen entgegentreten», hatte Dompropst Hans-Bernd Köppen zu der Aktion.

Münster ist bei Wahlen kein gutes Pflaster für die AfD. Bei der Bundestagswahl 2021 holte die Partei in der Studenten-, Verwaltungs- und Bischofsstadt neben Köln (Wahlkreis II) mit 2,9 Prozent bundesweit das schlechteste Ergebnis.

© dpa
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