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Verletzte und Chaos: Ursache für Großbrand unklar

Tag und Nacht ist die Feuerwehr im Einsatz. Der Brand in einer Firma für Sprayprodukte in Braunschweig beschäftigt die Einsatzkräfte weiter. Noch kann die Polizei nicht mit den Ermittlungen beginnen.
Großbrand in Braunschweiger Industriegebiet
Die Feuerwehr löscht einen Brand in einem Braunschweiger Industriegebiet. © Moritz Frankenberg/dpa

Der Großbrand in einem Industriegebiet in Braunschweig hat die Einsatzkräfte auch am Donnerstag beschäftigt. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers gab es bis zum späten Nachmittag Glutnester. Sie wurden mithilfe einer Drohne gefunden und mit einem Wasserwerfer bekämpft. Außerdem stand auf dem Gelände ein Lastwagen mit einem Auflieger voller Gas. Eine Fachfirma rückte an, um das Gas mit einer mobilen Fackel abzubrennen. Es entstand eine bis zu drei Meter hohe Flamme, wie der Feuerwehrsprecher sagte. «Das ist ein kontrollierter Prozess um diesen Tankauflieger leer zu bekommen.» Eine Gefahr für die Bevölkerung gebe es nicht.

Brandursache noch unklar

Die Ermittlungen zur Brandursache beginnen damit frühestens am Freitag, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Beamten müssten warten, bis die Brandbekämpfung vollständig abgeschlossen ist. Bislang ist unklar, warum das Feuer ausbrach.

Verletzte Polizisten, Feuerwehrleute und Radfahrer

Im Rahmen des Einsatzes zu dem Brand wurden insgesamt sechs Menschen verletzt. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, wurde ein 56-jähriger Polizist durch einen Radfahrer schwer verletzt, als er diesen an einer Sperrstelle nahe dem Brandort zum Halten aufforderte. Der 38-jährige Radfahrer fuhr den Angaben zufolge weiter, es kam zum Zusammenstoß und Sturz der beiden Männer. Der Polizist erlitt schwere Verletzungen, der Radfahrer leichte. Zwei weitere Polizisten, die früh am Brandort waren, erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Ein Feuerwehrmann erlitt leichte Verbrennungen, ein anderer Feuerwehrmann stürzte durch eine Druckwelle und verletzte sich leicht.

Firma für Sprayprodukte

Zu dem Brand war es nach Angaben der Feuerwehr am Dienstagmittag in einer Firma für die Entwicklung und Abfüllung von Aerosolen und Sprayprodukten gekommen. Es gab mehrere Explosionen, der Bereich um den Brandort wurde weiträumig abgesperrt. Die Feuerwehr kämpfte rund um die Uhr gegen die Flammen, am Mittwoch brachten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. In der Hochphase des Brandes waren nach Schätzungen des Feuerwehrsprechers rund 200 Feuerwehrleute im Einsatz, am Donnerstag waren es noch 60 Einsatzkräfte.

Trümmerfeld

Das nach Schätzungen des Feuerwehrsprechers rund zwei Fußballfelder große Gelände wurde durch den Brand stark beschädigt. Durch die Explosionen seien Gebäude eingestürzt, darunter Unterstände ähnlich wie Carports. «Die drei Gebäude, die noch stehen, sind einsturzgefährdet», sagte der Sprecher. Auf dem Gelände sei durch den Brand Chaos entstanden. Am Donnerstag begannen die Einsatzkräfte mit ersten Aufräumarbeiten. Für die Nacht war erneut eine Brandwache geplant - mit einsatzbereitem Wasserwerfer. Am Freitagvormittag werde die Lage neu bewertet, so der Sprecher.

Warnung vor Flüssen mit Brandrückständen

Nach dem Großbrand warnte die Stadt Braunschweig davor, die Flüsse Wabe und Mittelriede zu betreten. Sie verwies darauf, dass Löschwasser mit Brandrückständen ins Wasser gelangte. Das Wasser solle davor nicht zum Bewässern genutzt werden. Tiere wie Hunde sollten von den Gewässern fernbleiben und daraus kein Wasser trinken.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kündigte an, Wasserproben aus den Flüssen Wabe und Mittelriede zu analysieren. Dafür sollte ein Team aus Hamburg am Mittwochabend Proben entnehmen, wie ein Sprecher der Umweltorganisation sagte. Es handele sich um eine Reaktion auf den Aufruf der Stadt, die Flüsse nicht zu betreten, das Wasser nicht zu nutzen und Tiere fernzuhalten. «Die Laborergebnisse werden in 14 Tagen vorliegen», so der Greenpeace-Sprecher.

© dpa
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