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Nur 2:2: Wolfsburg und Hoffenheim weiter mit Sieglos-Serien

Beide Trainer stehen beim Duell zwischen Wolfsburg und Hoffenheim im Fokus. Nach dem Remis können sowohl Kovac als auch Matarazzo nicht zufrieden sein. Für den Kroaten gibt es eine gute Nachricht.
VfL Wolfsburg - TSG 1899 Hoffenheim
Lovro Majer (M) von Wolfsburg jubelt nach seinem per Elfmeter erzielten 2:2-Ausgleich. © Soeren Stache/dpa

Freudlos und mit sichtbarer Enttäuschung in den Gesichtern standen die Wolfsburger und Hoffenheimer Spieler nach dem Abpfiff auf dem Rasen, während Niko Kovac und Pellegrino Matarazzo ihre Schützlinge tapfer abklatschten. Inmitten der Diskussion um ihre Trainer warten der VfL und die TSG weiter sehnsüchtig auf ein Ende der Sieglos-Serie in der Fußball-Bundesliga. Das 2:2 (0:1) am Sonntag in Wolfsburg war für beide Mannschaften zu wenig, um in der Tabelle Punkte auf die Spitzenplätze gutzumachen und den Trainern kurzfristig mehr Ruhe zu verschaffen.

Die Niedersachsen, die das vierte Remis nacheinander holten, warten nun seit fünf Partien auf drei Punkte, die Kraichgauer seit sechs. Der eingewechselte kroatische Mittelfeldspieler Lovro Majer (59. Minute/70.) egalisierte jeweils die Hoffenheimer Führungstreffer durch Maximilian Beier (6.) und Grischa Prömel (66.).

«Die Jungs geben alles, das Maximum, belohnen sich aber für die harte Arbeit gerade in der zweiten Halbzeit nicht mit einem Sieg», sagte Kovac im Streamingdienst DAZN. Die Mannschaft habe zwei Rückstände aufgeholt. «Kompliment der Mannschaft.» Zu seiner eigenen Zukunft wollte er sich nicht weiter äußern.

Das erledigte dann Geschäftsführer Marcel Schäfer nach der Partie. Der 39-Jährige bestätigte, dass Kovac vorerst beim VfL bleibt: «Niko bleibt Trainer, wird morgen auf dem Trainingsplatz stehen», sagte Schäfer. Der Plan sei, mit dem Coach die Saison zu beenden. Der Ex-Profi dementierte Gerüchte um mehrere Trainer-Namen, die zuletzt mit dem Tabellen-Elften in Verbindung gebracht wurden. Die VfL-Fans unter den 22.917 Zuschauern drückten während der Partie ihren Unmut über das sportliche Treiben ihrer Mannschaft vielfach mit Pfiffen aus.

Bei den Gästen gab es hinsichtlich des Remis etwas Unmut. «Natürlich sind wir hier angereist, um drei Punkte mitzunehmen. Deswegen ist es schon ärgerlich am Ende», sagte Prömel. Hoffenheim sei in der ersten Halbzeit besser gewesen, Wolfsburg in der zweiten Halbzeit, deswegen sei es ein «gerechtes Unentschieden» gewesen. «Es gelingt uns momentan nicht, Spiele zu gewinnen. Den Schlüssel für Siege hat es noch nicht gegeben», konstatierte Teamkollege Wout Weghorst.

Unter dem ohrenbetäubenden Trillerpfeifen-Protest der Heimfans gegen den Investoren-Deal der Bundesliga sorgte Beier für ein lautstarkes Aufbruchsignal für die Gäste. Der feine Techniker umdribbelte den unglücklich wirkenden Sebastiaan Bornauw und schoss dann flach ins Netz.

Ein Rückschlag für Kovac. Geschäftsführer Marcel Schäfer hatte dem Coach bereits vor der Partie das Vertrauen ausgesprochen und gesagt, dass man gemeinsam an die Trendwende glaube. Um diese einzuleiten, verstärkten sich die Gastgeber im Winter mit Angreifer Kevin Behrens. Der Zugang vom Ligakonkurrenten 1. FC Union Berlin, der von Beginn an spielte, blieb aber über weite Strecken blass.

Auf der Gegenseite versprach sich Matarazzo vom Ex-Wolfsburger Weghorst den richtigen Biss im Angriff und stellte zudem Rückkehrer Ozan Kabak in die Startelf. Hoffenheim wirkte in der ersten Hälfte stabiler als der VfL. Auch wenn Wolfsburg immer wieder für Gefahr sorgte. Wind (20.) scheiterte am Pfosten und am gut aufgelegten Hoffenheimer Keeper Oliver Baumann (30.).

Nach etwa 30 Minuten stoppte Schiedsrichter Florian Badstübner die Partie, weil Fans des VfL kleinere Gegenstände auf das Spielfeld geworfen hatten. Kurz darauf ging es aber weiter. Sportlich blieb es überschaubar.

Majer brachte neuen Schwung in die Partie, als er einen Schuss flach ins Tor schlenzte. Kapitän Maximilian Arnold begünstigte dann durch seinen Fehler nach dem Pass von Torwart Koen Casteels die erneute Führung der Gäste durch Prömel. Majer setzte dann per verwandeltem Strafstoß den Schlusspunkt.

© dpa ⁄ Felix Schröder und Martin Kloth, dpa
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