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Zahl der Organspenden in Mecklenburg-Vorpommern gestiegen

Die Organspende kann die letzte Möglichkeit sein, um Leben zu retten. Zwar ist in Mecklenburg-Vorpommern die Zahl der Spenden gestiegen - die Warteliste ist dennoch lang.
Organspendeausweis
Organspendeausweise liegen auf einem Tisch. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Die Zahl der Organspenden in Mecklenburg-Vorpommern ist im vergangenen Jahr gestiegen. In dem Bundesland wurden 89 Organe gespendet, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am Dienstag in Frankfurt am Main mit Verweis auf vorläufige Zahlen mitteilte. 2022 wurden den Angaben zufolge 72 Organe gespendet, 2021 waren es 73 Organe.

In Mecklenburg-Vorpommern spendeten laut DSO im vergangenen Jahr 29 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe - 2022 waren es 23 Menschen. Im Bundesländer-Vergleich liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 17,8 Spendern pro eine Million Einwohner an vierter Stelle hinter dem Spitzenreiter Hamburg (25,3), dem Saarland (21,2) und Bremen (20,3).

In Deutschland spendeten im vergangenen Jahr 965 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe und damit 96 mehr als 2022, wie die DSO informierte. Dies entspreche 11,4 Spendern pro eine Million Einwohner. 2022 seien es 10,3 Spender pro Million Einwohner gewesen. Bundesweit sei insgesamt 2866 schwer kranken Patientinnen und Patienten durch ein oder mehrere Organe eine bessere Lebensqualität oder sogar ein Weiterleben geschenkt worden, im Jahr zuvor habe die Zahl 2695 betragen. Insgesamt warteten knapp 8400 Menschen in Deutschland auf ein oder mehrere Organe.

Entwarnung könne nicht gegeben werden, erklärte der medizinische Vorstand der DSO, Axel Rahmel. «Durch den enormen Einbruch der Spenderzahlen im Jahr 2022 bringt uns das Plus von 11 Prozent zumindest wieder zurück auf das Niveau, das wir in den Jahren zuvor halten konnten», sagte Rahmel. Dies sei aber deutlich zu niedrig.

Nach wie vor bestehe ein erheblicher Mangel an Spenderorganen, so dass nicht allen Menschen, die auf ein Organ warteten, geholfen werden könne, obwohl die medizinischen Möglichkeiten bestünden. Deutschland sei im internationalen Vergleich Schlusslicht und profitiere im Eurotransplant-Verbund von anderen Mitgliedsländern, indem es mehr Organe erhalte, als es abgebe.

In Mecklenburg-Vorpommern standen Ende des vergangenen Jahres den Angaben nach 200 Patientinnen und Patienten auf der Warteliste für Spenderorgane. Sie benötigten zusammen 204 Organe. Zum überwiegenden Teil seien das Nieren gewesen, teilte die DSO mit.

© dpa
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