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Stefanie Drese: Online-Organspenderegister enorm wichtig

Nur jedem dritten Patienten in Deutschland mit einem schwer geschädigten Organ kann derzeit mit einer Transplantation geholfen werden. Eine elektronische Erfassung von Spendenwilligen soll das ändern.
Lauterbach zu Organspende
Ein Organspendeausweis, aufgenommen im Gesundheitsministerium, vor der Vorstellung eines Neuen Online-Register für Erklärungen von Bürgerinnen und Bürgern zur Organspendebereitschaft. © Michael Kappeler/dpa

Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) erhofft sich vom neuen digitalen Organspenderegister eine Zunahme der für Schwerkranke oft überlebenswichtigen Operationen. «Vor dem Hintergrund, dass ein unzureichend dokumentierter Wille der zweithäufigste Grund ist, warum in Mecklenburg-Vorpommern Organspenden derzeit nicht zustande kommen, ist das Register von enormer Bedeutung», erklärte Drese am Montag in Schwerin.

Zu Wochenbeginn war die zentrale Datenbank, in der sich potenzielle Organspender eintragen und so ihren Spendewillen etwa nach Unfalltod deutlich machen können, freigeschaltet worden. Auch eine Ablehnung kann dort dokumentiert werden. Voraussetzung für die Nutzung des Portals www.organspende-register.de ist zunächst ein Personalausweis mit Online-Funktion und Pin. Die im Register hinterlegte Entscheidung kann jederzeit angepasst oder widerrufen werden.

«Eine Online-Lösung ist zeitgemäß und sorgt als Ergänzung zum klassischen Organspendeausweis für Klarheit für Spenderinnen und Spender aber auch für ihre Angehörigen», sagte Drese. Sie appellierte an Menschen ohne Organspendeausweis, die Einführung des Registers noch einmal zum Anlass zu nehmen, sich mit der eigenen Haltung zu einer Spende auseinanderzusetzen.

Die Zahl der Organspenden in Mecklenburg-Vorpommern lag nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) 2023 mit 89 etwas höher als in den beiden Vorjahren. 29 Menschen seien nach deren Tod ein oder mehrere Organe entnommen worden. Im Jahr 022 seien es 23 gewesen. Im Bundesländer-Vergleich liegt Mecklenburg-Vorpommern laut DSO-Statistik mit 17,8 Spendern pro eine Million Einwohner an vierter Stelle hinter Hamburg (25,3), dem Saarland (21,2) und Bremen (20,3).

In Deutschland spendeten im vergangenen Jahr 965 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe und damit 96 mehr als 2022, wie die DSO weiter informierte. Im Schnitt entspreche das 11,4 Spendern pro eine Million Einwohner. Bundesweit sei insgesamt 2866 schwer kranken Patientinnen und Patienten durch ein oder mehrere Organe eine bessere Lebensqualität oder sogar das Weiterleben ermöglicht worden. Insgesamt warteten aber knapp 8400 Menschen in Deutschland auf ein oder mehrere Organe.

Vor dem Hintergrund des weiterhin bestehenden erheblichen Mangels an Spenderorganen sprach sich Drese dafür aus, auf längere Sicht die Widerspruchslösung einzuführen, die in anderen Staaten bereits praktiziert werde. Demnach können Menschen nach deren Ableben Organe entnommen und transplantiert werden, wenn dem nicht zuvor nachweislich widersprochen wurde. Mecklenburg-Vorpommern habe im Bundesrat einen Antrag zur Änderung des Transplantationsgesetzes unterstützt, um damit eine erneute Debatte dazu anzustoßen, sagte Drese. Die Widerspruchslösung gelte unter anderem bereits in Frankreich, Irland, Italien, Österreich, den Niederlanden und Spanien.

© dpa
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