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Rostock-Trainer Held: «111 Punkte ist inakzeptabel»

Das Ergebnis ist deutlich. Die Rostock Seawolves erleben in eigener Halle ein Debakel gegen die Veolia Towers Hamburg. Coach Held räumt Offensiv-Probleme ein und findet klare Worte zum Spielausgang.
Seawolves-Trainer Christian Held
Trainer Christian Held muss eine klare Niederlage seines Teams ansehen. © Sebastian Heger/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa

Dritte Niederlage in der Basketball-Bundesliga in Folge und der Absturz auf den zwölften Tabellenplatz: Der Übergang vom alten ins neue Jahr ist bei den Rostock Seawolves mehr als nur holperig verlaufen. Waren die Ergebnisse in Vechta (81:85) und gegen den FC Bayern München (85:91) noch im Rahmen geblieben, gab ein enttäuschter Chefcoach Christian Held nach dem 94:111 (57:52) am Samstagabend gegen die Veolia Towers Hamburg unumwunden zu: «111 Punkte zu Hause zu kassieren, ist inakzeptabel.»

Dabei richtete sich der Blick des 35-Jährigen auf die zuletzt erbrachten Leistungen im Angriff: «Seit drei Spielen fehlt uns ein wenig der offensive Rhythmus, das passiert.»

Gegen Hamburg war davon vor 4705 Zuschauern in der Stadthalle in den ersten 20 Minuten allerdings nichts zu sehen. Allein im zweiten Viertel erzielten die Seawolves 37 Punkte. Die Niederlage der Mecklenburger erklärte sich vielmehr durch das desaströse Auftreten in der Defensive nach der Pause. Den Hamburgern, die vor dem Seitenwechsel zwischenzeitlich schon mit zehn Punkten zurücklagen, gelang zu Beginn des dritten Spielabschnittes ein 19:0-Lauf. Das Viertel entschieden sie schließlich mit 36:13 für sich.

Von diesem Rückschlag sollten sich die Seawolves nicht mehr erholen. Obwohl Hamburgs Coach Benka Barloschky meinte: «Es war ein sehr schweres Spiel. Einerseits wegen der Lautstärke der Fans, andererseits aber auch wegen des guten Rostocker Teams.»

In der Tabelle festigten die Hamburger mit ihrem mittlerweile zehnten Saisonsieg ihren Playoff-Platz und wirken trotz der Doppelbelastung aufgrund des Eurocups aktuell sehr gefestigt. Andererseits ergibt sich für die Seawolves die Chance, sich in dem schon am 10. Februar anstehenden Rückrundenspiel bei womöglich müden Hamburgern zu revanchieren. Die Towers müssen bis dahin sieben Partien absolvieren, Rostock nur drei.

© dpa
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