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LNG-Gegner kündigen Protestaktionen an mehreren Orten an

Der Protest gegen das Rügener LNG-Terminal ebbt nicht ab. An gleich drei symbolträchtigen Orten wollen die Projektgegner ihren Widerstand deutlich machen.
Baustelle des Energie-Terminal „Deutsche Ostsee“
Die Baustelle des Energie-Terminals «Deutsche Ostsee» im Hafen Mukran. © Stefan Sauer/dpa/Archivbild

Mit zeitgleichen Kundgebungen in Berlin, Kassel und Binz auf Rügen wollen Gegner des LNG-Terminals in Mukran am Freitag gegen die bevorstehende Inbetriebnahme protestieren. «Wir verurteilen dieses und die weiteren Vorhaben der Bundesregierung, bis zu acht neue Importterminals für überwiegend Frackinggas in Norddeutschland zu bauen. Von sauberem Gas, grüner Technologie und Klimaschutz kann hier nicht die Rede sein», heißt es in einer am Mittwoch verbreiteten Mitteilung. Der Protest werde getragen von Klima- und Umweltschutzverbänden, Fridays for Future und der Bürgerinitiative Lebenswertes Rügen.

Nach Angaben der Initiatoren wird das erste von zwei Spezialschiffen zur Umwandlung des per Tanker angelieferten Flüssigerdgases (LNG) Freitagnacht an der Ostküste Rügens erwartet, wo es dann im Hafen von Mukran stationiert werden soll. Die Gegner des von der Bundesregierung mit hohem Tempo und ohne Umweltverträglichkeitsprüfung vorangetriebenen Projektes bezweifeln die Notwendigkeit weiterer LNG-Terminals. Für den als Grund angeführten Versorgungsnotstand bei Gas gebe es keinen wissenschaftlichen Beleg, hieß es.

Die Kapazitäten der bereits bestehenden Terminals seien lediglich zu 58 Prozent ausgelastet, die Gasspeicher in Deutschland zum Ende des Winters noch zu 72 Prozent gefüllt. Der Bau des Terminals auf Rügen hingegen bedrohe den bereits akut gefährdeten Ostseehering und habe negative Auswirkungen auf den Hauptwirtschaftszweig Tourismus, argumentieren die Gegner. Sie wollen am Freitagnachmittag in Kassel am Sitz des Gasnetzbetreibers Gascade, in Berlin vor dem Bundeswirtschaftsministerium und im Ostseebad Binz ihrer Forderung nach einem Stopp für das LNG-Projekt Nachdruck verleihen.

Wie am Dienstag bekannt wurde, soll die Anbindungspipeline für das Rügener LNG-Terminal auch ohne vollständige Wiederverfüllung des Rohrgrabens am Meeresboden in Betrieb gehen können. Das sehen Genehmigungsentwürfe des zuständigen Bergamtes Stralsund vor. Unter anderem wegen Sturms waren die Arbeiten an der Pipeline in Verzug geraten. Das Terminal und damit die Leitung sollen aber noch in diesem Winter betriebsbereit sein. Nach Angaben von Gascade ist der Rohrgraben für die Leitung zwar noch nicht überall vollständig, aber für einen Betrieb ausreichend verfüllt. In bestimmten Abschnitten darf wegen der Laichzeit des Herings und aus Gründen des Vogelschutzes erst wieder im Mai gearbeitet werden. Die nun ausliegenden Entwürfe sind noch keine endgültige Genehmigung.

© dpa
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