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«Gemeinsam Klasse sein»: Projekt gegen Mobbing in Schulen

Mobbing unter Schüler kann krank machen. Wohl auch deshalb engagiert sich die Techniker Krankenkasse im Kampf gegen Ausgrenzungen, Beleidigungen und Bedrohungen. In MV startete ein Präventionsprojekt.
Mobbing
Schüler einer sechsten Klasse nehmen am Medienkompetenz-Kurs gegen Cybermobbing teil. © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Das Bildungsministerium will Mobbing und Gewalt an weiterführenden Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zurückdrängen. Dafür steht seit Beginn dieses Schuljahres flächendeckend das Präventionsprojekt «Mobbingfreie Schule - Gemeinsam Klasse sein» zur Verfügung, das in Kooperation mit der Techniker Krankenkasse (TK) entwickelt wurde.

«Die Präventionsangebote fördern den respektvollen Umgang untereinander und zeigen auf, dass die Achtung des anderen ein Mittel zur Konfliktlösung ist», erklärte Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) am Mittwoch in Schwerin. Es gelte, frühzeitig Warnzeichen für Mobbing zu erkennen und gezielt darauf einzugehen.

Zunächst fünf Schulen im Land würden das Projekt in diesem Schuljahr umsetzen. Es sei eine Weiterentwicklung des bundesweit eingesetzten Anti-Mobbing-Koffers der Techniker Krankenkasse. Kernelement sei eine Online-Plattform, die Leitfäden, Filme, Arbeitsblätter und Übungen zum Download anbiete. Dazu gehörten auch Anleitungen zu Rollenspielen. Für Lehrerinnen und Lehrer gebe es zudem Hinweise, wie sie auf Mobbing-Fälle reagieren sollten und dabei auch Eltern einbeziehen. Nach Angaben Oldenburgs wurden vier Sozialpädagoginnen als sogenannte Multiplikatorinnen ausgebildet, die an den Schulen über das Angebot informieren und Lehrkräfte schulen.

Einer Anfang Februar veröffentlichten Studie der Techniker Krankenkasse zufolge ist fast jedes sechste Schulkind in Deutschland von Mobbing betroffen. In der Befragung von Schülern habe zudem jeder Zehnte angegeben, schon mal selbst andere gemobbt zu haben. Die gesundheitlichen Auswirkungen reichten von Kopf- und Bauchschmerzen bis hin zu Angstzuständen und Depressionen, hieß es. Eine immer größere Rolle spielt insbesondere auch unter Schülern das Cybermobbing - Nachstellungen, Verunglimpfungen und Bedrohungen im Internet.

Mit der Befragung von insgesamt 1804 Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse an 32 Schulen in fünf Bundesländern sollte unter anderem die Wirksamkeit des von der TK entwickelten Präventionsprojektes überprüft werden. «In unserer zunehmend mediatisierten Gesellschaft ist es elementar, Jugendliche früh für das Thema zu sensibilisieren und Lehrkräften bedarfsgerechte Präventionswerkzeuge zur Verfügung zu stellen», begründete die Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern, Manon Austenat-Wied, das Engagement der Krankenkasse.

© dpa
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