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Bergung der Munition aus der Ostsee startet im Juli

Nun soll es bald losgehen: Im Rahmen eines Pilotprojektes sollen Experten 50 Tonnen Weltkriegsmunition aus der Ostsee bergen. Die Arbeiten starten in der Lübecker Bucht.
Suche nach alter Munition in der Ostsee
Der marine Geologe Jens Greinert lehnt am autonomen Tauchroboter »Kalle». © Andre Klohn/dpa

Die Pilotversuche zur Bergung von Munitionsaltlasten aus der Ostsee sollen im Juli starten. Die Aufträge für drei Positionen in der Lübecker Bucht bei Haffkrug und Pelzerhaken wurden an ein Unternehmen aus Wandlitz und Hamburg sowie eine Hamburger Bietergemeinschaft vergeben, wie das Bundesumweltministerium am Donnerstag mitteilte. Die Mittel für die Bergungsarbeiten stammen aus einem mit 100 Millionen Euro ausgestatteten Sofortprogramm der Bundesregierung.

«Jetzt geht es wirklich los und wir bergen gefährliche Munitionsaltlasten vom Meeresgrund der Ostsee, unser Sofortprogramm startet damit den ersten praktischen Schritt vor Ort», erklärte der Meeresschutzbeauftragte der Bundesregierung, Sebastian Unger. Die Probebergungen in der Lübecker Bucht sollen wichtige Erkenntnisse liefern. «Wir sind weltweit der erste Staat, der diese Generationenaufgabe aktiv in Angriff nimmt und jetzt in der Ostsee startet.» 

In der Lübecker Bucht sollen vor allem ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge und spezialisierte Greifwerkzeuge zum Einsatz kommen. Mit ihrer Hilfe sollen die Munitionsaltlasten umweltgerecht und sicher vom Meeresgrund geborgen werden. Die Arbeiten werden nach Ministeriumsangaben voraussichtlich von Juli bis September dauern. Neben der Lübecker Bucht soll ein weiterer Pilotversuch in der Mecklenburger Bucht erfolgen. Weil es für die Arbeiten bei Großklützhöved nach Ministeriumsangaben kein wirtschaftliches Angebot gab, wird aktuell eine Neuausschreibung geprüft.

Früheren Angaben des Bundesumweltministeriums zufolge liegen in deutschen Gewässern in Nord- und Ostsee bis zu 1,6 Millionen Tonnen konventionelle Munition, davon rund 1,3 Millionen Tonnen allein in der Nordsee. Bis Ende 2026 soll eine schwimmende Plattform gebaut werden, mit der Altmunition gesichtet, geborgen und entsorgt werden kann. Diese Munition wird in einer Verbrennungsanlage im niedersächsischen Munster entsorgt.

Unger und Schleswig-Holsteins Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) wollen am 18. Juni (19.00 Uhr) auf einer öffentlichen Informationsveranstaltung in Neustadt in Holstein einen Ausblick auf die Arbeiten geben und Fragen beantworten.

© dpa
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