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Mann soll Prostituierte erwürgt haben: Prozess startet

Ein 46-Jähriger soll eine Prostituierte erwürgt haben, die seine Liebesbezeugungen offenbar zurückgewiesen hat. Die Leiche wird in seiner Wohnung gefunden. Jetzt steht er wegen Mordes vor Gericht.
Landgericht Frankfurt
Das Straßenschild Gerichtsstraße steht vor dem Landgericht. © Andreas Arnold/dpa

Wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen hat sich seit Mittwoch ein 46 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt ihm zur Last, im Oktober 2022 eine 27 Jahre alte Prostituierte in seiner Wohnung in Offenbach erwürgt zu haben. Zuvor soll es nach einem Geschlechtsverkehr zu Schlägen und dem Einsatz eines Messers gekommen sein. Hintergrund der Tat soll die Zurückweisung der Liebesbezeugungen des Angeklagten gewesen sein.

Die Tat blieb zunächst unentdeckt - es kam lediglich zu einer Vermisstenanzeige. Später fiel der Verdacht auf den angeklagten Türken, der sich kurzfristig nach Frankreich absetzte. Bei seiner Rückkehr wurde er schließlich am Frankfurter Flughafen festgenommen und kam im März vergangenen Jahres in Untersuchungshaft. Über den gesamten Zeitraum lag der Leichnam unentdeckt in der Wohnung des Angeklagten. Erst im Mai führte er die Polizei zu der Leiche.

Am ersten Verhandlungstag wurde die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft verlesen. Der Angeklagte ließ über seinen Verteidiger ankündigen, dass er an einem der kommenden Verhandlungstage zu den Vorwürfen aussagen werde. Obwohl die eigentliche Tat in Offenbach begangen worden sein soll, ist die Frankfurter Justiz für den Prozess zuständig - der Angeklagte wurde am Flughafen im Gebiet des Landgerichts Frankfurt festgenommen und der Vermisstenfall hatte seinen Ausgang ebenfalls in Frankfurt. Die Schwurgerichtskammer hat vorerst acht weitere Verhandlungstage bis Ende April terminiert. Neben zahlreichen Zeugen aus dem Umfeld von Täter und Opfer sollen auch mehrere Sachverständige gehört werden. Unter anderem wirkt ein psychiatrischer Gutachter an dem Prozess mit.

© dpa
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