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Verbände fordern besseren Ostseeschutz im Norden

Wirksame Schutzgebiete und weniger Wassersport dort: Die Naturschutzverbände haben ein Positionspapier für den Ostseeschutz an Umweltminister Goldschmidt übergeben. Der kündigt eines an.
Umweltminister Goldschmidt
Tobias Goldschmidt (Bündnis 90/Die Grünen), Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur von Schleswig-Holstein. © Frank Molter/dpa

Naturschutzverbände haben von der Landesregierung einen besseren Schutz der Ostsee gefordert. Ein umfassender Schutz sei für die Lebensräume und Arten der Ostsee seit Jahrzehnten überfällig, heißt es in einem am Montag an Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) übergebenen Positionspapier diverser Verbände. Sie halten die Einrichtung eines Nationalparks oder eines Großschutzgebiets für das beste Instrument zum besseren Schutz der westlichen Ostsee. «Die aktuelle Diskussion in der Politik und in der Öffentlichkeit zeigt jedoch, dass die Idee eines Nationalparks derzeit keine durchgängige Akzeptanz findet.»

Die Verbände bezeichnen den Zustand der Ostsee als besorgniserregend. Sie sei durch Stoffeinträge, Erwärmung und ungeregelte Nutzungen erheblich beeinträchtigt. Notwendig sei ein ganzheitliches Schutzkonzept. Die Naturschutzverbände fordern für mindestens 30 Prozent der Wasserfläche in der schleswig-holsteinischen Ostsee einen strengen Schutz. «Die Nutzung einzelner Strandabschnitte entlang der Ostsee muss in nachgewiesenen ökologisch sensiblen Bereichen, zum Beispiel den Brutplätzen von Strandvögeln, temporär oder vollständig eingeschränkt werden mit einem Ziel von etwa 10 Prozent Strandschutzgebieten.» Sportboote, Surfen und Kiten sowie andere Wassersportarten müssten in Schutzgebieten und in sensiblen Bereichen naturverträglich geregelt, teilweise auch gegebenenfalls saisonal verboten werden.

Vorhandene Seegraswiesen, Riffe und Muschelbänke müssten als Schutzzonen mit eindeutigen Verbotsvorschriften ausgewiesen werden. Niederungsbereiche sollten nach Möglichkeit auch Überschwemmungsgebiete werden. Um Nähr- und Schadstoffeinträge zu reduzieren, sollten weitere und ausreichend breite Gewässerrandstreifen an landwirtschaftlichen Nutzflächen eingerichtet werden. Sinnvoll seien dort auch neue Küstenrandstreifen. Die gesamte Ostseefischerei müsse auf ein verträgliches Maß reduziert werden.

Umweltminister Goldschmidt sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Positionspapier sei ambitioniert und gleichzeitig abgewogen. «Und es adressiert die vielen Probleme, unter denen unsere Ostsee leidet. Diese verfolgen wir derzeit in den Verhandlungen um einen besseren Ostseeschutz weiter.» Dazu zählten die rasche Bergung von Munitionsaltlasten, gezielte Schutz- und Ruhezonen für gefährdete Tierarten und wirkungsvolle Maßnahmen, um die hohe Nährstoffbelastung der Ostsee zu reduzieren. «Es wird also darum gehen, ein ganzheitliches, verbindliches und schnell wirksames Ostseepaket zu schnüren, welches die Probleme der Ostsee in ihrer ganzen Breite entschieden anpackt und eine ökologische Trendwende einleitet.» Ein «Weiter so» dürfe es nicht geben.

© dpa
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