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Meiste Neumitglieder bei Grünen und CDU

Im Vergleich der Parteien in Hamburg konnte die AfD ihre Mitgliederzahlen zuletzt prozentual am deutlichsten steigern. Die meisten Neumitglieder vermelden aber zwei andere Parteien.
Hamburgische Bürgerschaft
Eine Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus. © Christian Charisius/dpa/Archivbild

Vor den bevorstehenden Wahlen verzeichnen fast alle Hamburger Parteien Zuwächse bei der Zahl ihrer Mitglieder. In absoluten Zahlen gewannen die Grünen und die CDU die meisten Mitglieder dazu, die prozentual größte Steigerung hatte die AfD. Auch SPD und Linke meldeten jeweils ein leichtes Plus im Vergleich zum Vorjahr. Bei der FDP sank die Zahl der Mitglieder, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.

AfD legt prozentual am stärksten zu, auch Grüne melden deutliches Plus

Die Hamburger AfD hatte nach eigenen Angaben Mitte April (Stichtag 16. April 2024) 530 Mitglieder, 80 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 18 Prozent. Zudem gebe es aktuell noch 50 offene Mitgliedsanträge, erklärte AfD-Sprecher Daniel Menkens. «Wir verzeichnen im Vergleich zu den Vorjahren einen positiven Mitgliederzuwachs, der seit Monaten anhält. Wir sind optimistisch und zuversichtlich, dass der Trend anhält, auch bis zur kommenden Bürgerschaftswahl», sagte er.

In absoluten Zahlen lagen allerdings die Grüne mit 309 neuen Mitgliedern zum Stichtag vorn. Am 16. April 2024 seien es 4718 Mitglieder gewesen, ein Jahr zuvor 4409 (plus sieben Prozent). «Wir erleben seit Januar einen starken Mitgliederzuwachs - bei uns in Hamburg und bundesweit», sagte der Landesvorsitzende Leon Alam. «Es zeigt, dass viele Menschen sich demokratisch engagieren und den rechtsextremen Kräften entschlossen entgegenstellen wollen.»

Leichter Zuwachs bei der Linken, weniger Mitglieder bei der FDP

Die Linke gewann in Hamburg unter dem Strich 29 Mitglieder hinzu und gab zum Stichtag insgesamt 1716 Mitglieder an (plus 1,7 Prozent). «In den letzten zwölf Monaten sind 253 Menschen aus der Hamburger Linken ausgetreten, viele davon entweder, weil sie inhaltlich zum Beispiel der Migrationskritik von Wagenknecht folgen, oder weil sie der bis zum letzten Jahr ausgetragene «Dauerstreit» abgeschreckt hat», sagte der Landesgeschäftsführer Christoph Timann. Im Gegenzug seien 287 neue Mitglieder dazugekommen. «Viele von ihnen geben an, dass Antifaschismus, die sozialökologische Wende und soziale Gerechtigkeit ihnen besonders am Herzen liegen. Die meisten Neuen sind nach dem Europaparteitag im November Mitglied bei uns geworden.»

Die FDP berichtete zum Stichtag von einem Mitgliederverlust. Aktuell seien es 1948 Mitglieder, 132 weniger als im Vorjahr (minus 6,3 Prozent). «Wir hatten in den letzten fünf Jahren einen enormen Mitgliederzuwachs. Jetzt gehen die Zahlen leicht zurück. Das bewegt sich im Bereich normaler Schwankungen», sagte die FDP-Landesvorsitzende Sonja Jacobsen.

Noch keine April-Zahlen von SPD und CDU

SPD und CDU werten ihre Mitgliederzahlen nach eigenen Angaben nicht tagesaktuell aus. Zum Stichtag 31. März 2024 meldete die CDU 5900 Mitglieder, 309 mehr als im Vorjahr (plus 5,5 Prozent) und damit ebenso viele Neumitglieder wie die Grünen. Seit April 2023 sei ein deutlicher Aufwärtstrend der Mitgliederzahlen erkennbar, sagte Landesgeschäftsführer Florian Weigel. «Das sehen wir als Beleg dafür, dass wir in Hamburg mit Dennis Thering und der CDU auf die Themen setzen, die den Menschen unter den Nägeln brennen und die bessere Alternative zu Rot-Grün bieten.»

Die mit Abstand größte Partei in der Hansestadt, die SPD, gibt ihre Mitgliederzahlen regelmäßig zum Jahreswechsel bekannt. Zum 1. Januar waren es demnach 10 184 Genossinnen und Genossen - und damit 126 weniger ein Jahr zuvor. «Seit Januar 2024 sehen wir ein erhöhtes Interesse an einer Mitgliedschaft in der SPD Hamburg beziehungsweise eine steigende Anzahl Neueintritte», sagte Parteisprecher Manuel Preuten. Motive für die Eintritte würden nicht erfasst. «Aus persönlichen Gesprächen wissen wir, dass das Thema «Demokratie verteidigen» ein wichtiger Beitrittsgrund ist», sagte Preuten.

In Hamburg stehen am 9. Juni zeitgleich mit der Europawahl die Bezirksversammlungswahlen an. Die nächste Bürgerschaftswahl findet am 2. März nächsten Jahres statt.

© dpa
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