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Hamburg Airport: Flugbetrieb soll trotz Warnstreik laufen

Nach dem Streik ist vor dem Streik. Noch während der Warnstreik der Luftsicherheitskräfte am Hamburger Flughafen läuft, ruft die Gewerkschaft Verdi zu weiteren Arbeitsniederlegungen auf. Die Folgen sollen sich diesmal in Grenzen halten.
Warnstreik der Sicherheitskräfte an Flughäfen - Hamburg
Gestrichene Flüge am Hamburger Flughafen. © Christian Charisius/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat für Freitag zu einem weiteren Warnstreik am Hamburger Flughafen aufgerufen. Diesmal sollen Bodenverkehrsdienstleister von 3.00 Uhr bis 23.59 Uhr die Arbeit niederlegen, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag mit. Die Folgen für Passagiere sollen sich aber diesmal in Grenzen halten: Es werde «mit Hochdruck daran gearbeitet, einen «weitestgehend normalen Flugbetrieb» sicherzustellen, teilte der Flughafen am Donnerstagabend mit. «Die Fluggäste werden dennoch gebeten, sich laufend über ihren aktuellen Flugstatus zu informieren, da eventuelle Beeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden können», hieß es weiter. Zudem sollten Passagiere ausreichend Zeit einplanen und das aufgegebene Gepäck auf ein Minimum reduzieren oder möglichst nur mit Handgepäck reisen.

Am Hamburg Airport seien für Freitag 135 Abflüge und 132 Ankünfte mit über 37 000 Passagieren geplant. «Flugstreichungen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.» Wegen eines Warnstreiks der Luftsicherheitskräfte sind bereits am Donnerstag alle Abflüge und etwa 40 Ankünfte ausgefallen.

Parallel geht am Freitag in der Hansestadt im öffentlichen Nahverkehr fast nichts. Die Belegschaft der Hamburger Hochbahn, die Busse und U-Bahnen betreibt, treten in einen eintägigen Warnstreik. Außerdem hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) zum Warnstreik aufgerufen. Die VHH bedient vor allem Buslinien im schleswig-holsteinischen Umland Hamburgs. Nicht betroffen sind lediglich die Hamburger S-Bahn und die Regionalbahnen.

Am Flughafen sind die Beschäftigten der Dienstleister Groundstars, Stars und Cats zum Warnstreik aufgerufen. Diese sind laut Gewerkschaft unter anderem für die Be- und Entladung der Flugzeuge, die Bereitstellung technischen Geräts, das Zurückschieben der Flugzeuge, die Gepäckabfertigung, die Flugzeug-Enteisung sowie die Innenreinigung der Maschinen zuständig.

Der Geschäftsführer der HAM Ground Handling GmbH, Christian Noack, nannte den Streikaufruf eine bodenlose Frechheit der Hamburger Verdi.» Auf Bundesebene liege der Gewerkschaft ein «endverhandelter, erstmalig einzuführender Branchentarifvertrag vor», der schon zum Juli dieses Jahres in Kraft treten könnte. «Unser Ziel war und ist es, mit der Hamburger Verdi konkrete Überleitungen zu erarbeiten, und zwar bei der bereits terminierten Verhandlungsrunde Mitte Februar.» HAM Ground Handling ist einer 100-prozentige Tochter der Flughafen Hamburg GmbH. «Wir sind fassungslos, dass Verdi Streik an Streik reiht», sagte Flughafensprecherin Katja Bromm. «Während der Verdi-Streik beim Luftsicherheitspersonal noch läuft, ruft die Gewerkschaft bei den Bodenverkehrsdiensten zur nächsten Arbeitsniederlegung auf.»

Mit dem Warnstreik will Verdi den Forderungen für rund 900 Beschäftigte Nachdruck verleihen. Dazu zählen eine Inflationsausgleichsprämie von 3000 Euro und eine Anhebung der Löhne um 200 Euro und 5,5 Prozent rückwirkend zum 1. Januar. Die Laufzeit des Tarifabschlusses soll zwölf Monaten betragen. Nach Verdi-Angaben hat die Arbeitgeberseite in mittlerweile zwei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt. Der nächste Verhandlungstermin sei für den 19. Februar angesetzt.

Bereits am Donnerstag ging am Flughafen Hamburg so gut wie nichts. «In den Terminals herrscht heute zum großen Teil gähnende Leere, die Lage ist ruhig. Fast 30.000 Reisende wollten hier heute abfliegen oder ankommen - diese Pläne wurden von Verdi nun durchkreuzt», sagte eine Airport-Sprecherin. Der Streik treffe viele Unbeteiligte, die zum Teil lange auf ihre Urlaubsreise gespart hätten oder ihre Freunde und Verwandte nach langer Zeit wiedersehen wollten. Auch die Vorabend-Check-ins für die am Freitag geplanten Flüge seien am Donnerstag nicht möglich gewesen.

© dpa ⁄ Thomas Kaufner und Markus Klemm, dpa
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