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Generalstaatsanwaltschaft beschäftigt Missbrauchsstudie

Tausende von Opfern und viele mutmaßliche Täter: Die Studie zum sexuellen Missbrauch in der evangelischen Kirche hat eine Reaktion der Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein zur Folge.
Nach Missbrauchsstudie: Aufarbeitung der Fälle gefordert
Ein Kreuz steht in der Aegidienkirche der evangelisch-lutherischen Marktkirchengemeinde. © Julian Stratenschulte/dpa

Die Studie zu sexualisierter Gewalt und Missbrauch in der evangelischen Kirche hat in Schleswig-Holstein die Generalstaatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Es gebe Anlass zur Prüfung, ob es in Schleswig-Holstein Straftaten des sexuellen Missbrauchs gegeben hat, sagte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur.

Es ginge darum, ob Informationen über mögliche Verdachtsfälle des sexuellen Missbrauchs im Norden vorliegen, und um die Herausgabe aller diesbezüglichen Unterlagen. «Diese Anfrage soll der Prüfung dienen, ob Ermittlungen wegen Straftaten des sexuellen Missbrauchs aufzunehmen sind», so die Sprecherin. Zuvor hatten die «Lübecker Nachrichten» berichtet.

Ein Sprecher der Nordkirche sagte am Montag der dpa, «die Fälle sind der Nordkirche bekannt». In den in der Studie aufgeführten Fällen bestehe kein Handlungsbedarf.

Die Nordkirche hatte den Forschenden früheren Angaben zufolge 58 Datenblätter zu Beschuldigten beziehungsweise Tätern aus ihrem Bereich übermittelt. Alle recherchierten Beschuldigten waren männlich, 33 von ihnen Pastoren. «Als größere Tatkomplexe gelten Ahrensburg mit zwei Tätern (Pastoren) und 24 Betroffenen sowie die Kita Schnelsen (Hamburg) mit einem Täter (Erzieher) und 17 Betroffenen», hieß es.

Mindestens 2225 Betroffene und 1259 mutmaßliche Täter hatte eine Untersuchung zu sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Diakonie am Donnerstag für die vergangenen Jahrzehnte dokumentiert. Von der «Spitze der Spitze des Eisbergs» sprach Studienleiter Martin Wazlawik von der Hochschule Hannover am Donnerstag.

Die ermittelten Fallzahlen basieren auf Akten der Landeskirchen und der Diakonie, außerdem flossen den Landeskirchen und Diakonischen Werken bekannte Fälle ein. Die Wissenschaftler konnten aber nicht alle Personalakten der Pfarrer und Diakone auswerten, sondern in erster Linie Disziplinarakten.

© dpa
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