Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

«Exekutionscharakter»: Lange Haft für Mord an 26-Jährigem

Mit einer List lockt ein 20-Jähriger seinen ehemals besten Freund aus einer Wohnung und erschießt ihn. Die Tat habe «Exekutionscharakter» gehabt, stellt das Landgericht Hamburg in seinem Urteil fest.
Prozess um tödliche Schüsse in Hamburg-Borgfelde
Vor Beginn des Prozesses um tödliche Schüsse in Hamburg-Borgfelde. © Bernhard Sprengel/dpa

Wegen Mordes an einem 26-Jährigen hat das Landgericht Hamburg einen Heranwachsenden zu einer Jugendstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt. Die Tat vom 28. August vergangenen Jahres in der Nähe des S- und U-Bahnhofs Berliner Tor habe «Exekutionscharakter gehabt», sagte der Vorsitzende Richter am Montag nach Angaben eines Gerichtssprechers. Der 20 Jahre alte Angeklagte habe «feige und hinterhältig einen Mord an seinem ehemals besten Freund begangen». Die Anklage hatte dem Tunesier Totschlag, Bedrohung und Nötigung vorgeworfen. In ihrem Plädoyer hatte die Staatsanwaltschaft dann aber eine Verurteilung zu neun Jahren wegen Mordes gefordert. Die Verteidigerin hatte sich für eine Haftstrafe von maximal fünf Jahren ausgesprochen.

Der Angeklagte und der Getötete waren nach Feststellung des Gerichts seit Langem eng befreundet gewesen und hatten beide mit Drogen gehandelt. Vor der Tat habe es möglicherweise Auseinandersetzungen um Drogengeschäfte gegeben. Am Tattag habe sich der Angeklagte zum Schein bei dem späteren Opfer telefonisch entschuldigt, um ihn treffen zu können.

Später habe er den 26-Jährigen erneut angerufen und ihm gesagt, dass er sich an einer Parkbank vor der Wohnung befinde, in der sich das Opfer mit seiner Freundin aufgehalten habe. Die beiden seien daraufhin unbewaffnet aus der Wohnung gekommen. Der Angeklagte sei auf seinen ehemaligen Freund zugegangen und habe mit einem Revolver sechsmal in Tötungsabsicht auf den 26-Jährigen geschossen. Vor der Tat hatte der 20-Jährige noch einen Zeugen bedroht, um ihn davon abzuhalten, das spätere Opfer zu warnen. Der von den Schüssen getroffene Mann war wenig später im Krankenhaus gestorben.

Der Beschuldigte habe bei der Tat unter dem Einfluss von Kokain, Cannabis und dem Beruhigungsmittel Lyrica gestanden. Dennoch sei er voll schuldfähig gewesen, stellte die Strafkammer fest. Sie hielt dem 20-Jährigen zugute, dass er sich vier Tage nach der Tat bei der Polizei gestellt und die Schüsse zum Prozessauftakt eingeräumt hatte. Strafverschärfend wertete das Gericht das planvolle und brutale Vorgehen, bei dem er vor den Augen von Freunden des Opfers die ganze Trommel des Revolvers abfeuerte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Ich hab' noch so viel vor
Tv & kino
Zum Teufel mit den Prognosen: «Ich hab' noch so viel vor»
Filmfestival in Cannes - «The Apprentice»
Tv & kino
Trump will gegen Film über ihn vorgehen
Senua’s Saga: Hellblade 2 | Test: Die Hölle erwartet Dich im Action-Adventure-Game
Games news
Senua’s Saga: Hellblade 2 | Test: Die Hölle erwartet Dich im Action-Adventure-Game
Künstliche Intelligenz
Internet news & surftipps
KI-Gesetz der EU endgültig beschlossen
KI-Gipfel in Südkorea
Internet news & surftipps
KI-Gipfel: Unternehmen verpflichten sich zu KI-Sicherheit
Smarte Growbox: Hey-abby Grow Box «OG Edition»
Das beste netz deutschlands
Smarte Growboxen: Einfacher Cannabis-Anbau zu Hause
Toni Kroos
Fußball news
Königlicher Kroos hört nach EM auf: «Happy und traurig»
Rollstuhl vor einem behindertengerechten Beet
Wohnen
Garten für alle: Barrierefreiheit im Grünen