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Am Strand und auf der Straße: Demos gegen rechts im Norden

Wieder sind Tausende im Norden gegen Rassismus und Rechtsextremismus auf die Straße gegangen. Auf Sylt gab es Protest am Strand und in Hamburg trieb ein konkreter Vorfall Menschen auf die Straße.
Demonstrationen gegen rechts - Sylt
Einheimische und Feriengäste nehmen am Strand auf Sylt an einer Menschenkette der Initiative «Sylt gegen Rechts» teil. © Lea Albert/dpa

Am Wochenende haben erneut Tausende Menschen im Norden gegen Rechtsextremismus und Rassismus demonstriert. Am Strand der Ferieninsel Sylt versammelten sich am Samstag nach Angaben der Polizei rund 220 Menschen. Von 400 Teilnehmern sprach der Veranstalter, die Initiative «Sylt gegen Rechts». Die Menschen bildeten im Anschluss an eine Kundgebung eine Menschenkette als symbolische Brandmauer gegen rechts.

Auf Plakaten der Teilnehmer stand unter anderem: «Sylt oben links, nicht rechts», «Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen» und «Menschenrechte. Statt rechte Menschen». Eine andere Parole lautete «Rote Karte für die AfD!».

Bis zu 4000 Menschen sind nach Polizeiangaben am Samstag in Itzehoe friedlich gegen rechts auf die Straße gegangen. In Timmendorfer Strand (Kreis Ostholstein) seien es etwa 350 Teilnehmer bei einer Kundgebung gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Durch Flensburg zogen am Sonntag nach Polizeischätzungen etwa 2500 Menschen und in Plön kamen nach vorläufigen Angaben etwa 1500 Menschen zusammen. In Bad Bramstedt zählte die Polizei am Sonntag in der Spitze etwa 600 Demonstrierende.

Auch in Hamburg demonstrierten am Sonntag erneut Menschen gegen Rassismus. Unter dem Motto «Wir stehen zusammen für ein solidarisches Hamburg» kamen laut Polizei etwa 1500 Menschen in Ottensen zusammen. Bereits am Freitag waren hier Menschen gegen Rassismus und rechte Hetze auf die Straße gegangen.

Anlass für die wiederholten Demos in dem Stadtteil war ein jüngst bekannt gewordener Vorfall, bei dem nach Polizeiangaben an die Haustür einer schwarzen Familie in Ottensen Zettel mit rassistischen und beleidigenden Parolen geklebt worden waren, die auch Bezüge zur AfD aufgewiesen hätten, wie ein Sprecher sagte. Außerdem sei Abfall vor die Wohnungstür gekippt und ein Kinderwagen der Familie in Brand gesteckt worden.

Für Hamburgs Alt-Bürgermeister Ortwin Runde (SPD) sind die Demonstrationen gegen rechts in der Hansestadt ein ermutigendes Zeichen. «Dass die Bevölkerung aktiv ist und sich eingemischt hat in einer Größenordnung, die erstaunlich ist», freue ihn sehr, sagte der SPD-Politiker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur anlässlich seines bevorstehenden 80. Geburtstages. In Hamburg waren Mitte Januar 180.000 Menschen gegen rechtsextreme Netzwerke und deren Verbindungen zur AfD auf die Straße gegangen.

«Eine so große Zahl von Menschen, die die Verfassung dieser Stadt und die Demokratie verteidigt, das ist schon etwas, was einen sehr stolz machen kann und macht», sagte Runde. Es sei auch nicht nur die bloße Zahl der Demonstranten, sondern die Breite, in der der Protest gegen rechts zum Ausdruck kommt. «Dieser Geist der Demokratie, das sich Einmischen auch derjenigen, die häufig nichts gesagt haben im politischen Alltag, das sich Sorgen machen um das Wohlergehen der Demokratie - das ist sehr erfreulich.»

© dpa
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