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Weniger Wild-Abschüsse bei Jagden der Forstbehörden

Um Waldschäden durch Wildbisse möglichst gering zu halten, muss die Zahl der Wildtiere reguliert werden. Obwohl die Abschüsse seit Jahren sinken, ist der Bestand noch immer hoch. Unklar ist, ob die vermehrten Wolfsrudel dafür verantwortlich sind.
Wolf
Brandenburg ist Wolfsland. Hier leben die meisten Rudel Deutschlands. © Christian Charisius/dpa/Archivbild

Bei den Verwaltungsjagden der Forstbehörden in Brandenburg wird immer weniger Wild erledigt. Das gelte für nahezu alle Schalenwildarten, wie aus der Antwort des Agrarministeriums in Potsdam auf eine Anfrage aus der CDU-Landtagsfraktion hervorgeht. Ob Wölfe dafür verantwortlich sind, ist laut Ministerium unklar. Die sinkenden Abschusszahlen seien von vielen Faktoren abhängig, erläuterte die Behörde.

Ziel der Jagden der Forstbehörden auf den landeseigenen Waldflächen ist es, Baumschäden durch eine angemessene Wilddichte zu verringern. Diese sei dann hergestellt, wenn sich der Wald auf natürliche Weise ohne Schutzmaßnahmen gegen Wildbisse entwickeln könne, erklärte die Behörde.

Zwar lasse sich Wild laut Ministerium nicht zählen, die sinkenden Abschüsse bei den Verwaltungsjagden sprächen aber für den Rückgang der Bestände, die noch immer auf einem historisch hohen Niveau lägen. Es sei daher davon auszugehen, dass abnehmende Tierbestände keinen Einfluss auf die Zahl der Wolfsübergriffe auf Haus- und Weidetiere haben werden.

Den Angaben nach verringerte sich die Zahl der erlegten Tiere bei Drückjagden seit der Saison 2013/2014 bis 2022/2023 bei Rotwild von 889 auf 370, bei Damwild von 889 auf 370, bei Schwarzwild von 2606 auf 1559 und bei Rehen von 2984 auf 2622. Bei einer Drückjagd wird das Wild zumeist mit Jagdhunden in die Richtung der Jäger gedrängt. Dabei wird behutsam vorgegangen, damit die Tiere nicht in Panik geraten, um sie besser erlegen zu können.

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Wolfsrudel in Brandenburg den amtlichen Zahlen zufolge von acht auf 52 gestiegen. Die letzte Bundeswaldinventur 2011/2012 hatte für Brandenburg die geringste Dichte an Jungpflanzen bundesweit ergeben. Dabei war fast jede zweite junge Pflanze durch Wildverbiss geschädigt worden.

Laut Ministerium haben die Wolfsübergriffe auf Haus- und Weidetiere von 2013 bis 2023 in Brandenburg von 25 auf 358 zugenommen. Die Zahl der betroffenen Tiere erhöhte sich in diesem Zeitraum von 60 auf 1455. Die Ausgleichszahlungen des Landes für Wolfsschäden kletterten von rund 12.700 Euro (2014) auf etwa 141.500 Euro. Die Landeszuschüsse für den Herdenschutz nahmen sprunghaft von 115.300 Euro auf 1,8 Millionen Euro zu.

Laut einer Studie des Senckenberg Museums für Naturkunde bilden Rehe mit knapp 54 Prozent die Hauptnahrung der Wölfe. Wildschweine folgten mit knapp 19 Prozent, Rotwild mit knapp zehn Prozent und Damwild mit fast sieben Prozent, hieß es in der Antwort des Ministeriums.

© dpa
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