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Zwei Wolfsangriffe in einer Nacht in MV

An weit auseinanderliegenden Orten im Nordosten haben Wölfe in der Nacht zu Freitag Schafe gerissen. Ein Schäfer ist schon zum wiederholten Mal betroffen.
Wolf
Ein Wolf läuft durch einen Wald. © Swen Pförtner/dpa/Symbolbild

Bei zwei mutmaßlichen Wolfsangriffen sind in der Nacht zu Freitag laut Schweriner Umweltministerium vier Schafe in Mecklenburg-Vorpommern getötet worden.

Nahe Ziegendorf im Landkreis Ludwigslust-Parchim kam eines der vier Tier ums Leben, wie ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. «Die Rissspuren deuten auf einen Wolf hin.»

Bei Ehmkendorf im Landkreis Rostock kamen demnach drei Schafe zu Tode. Nach einem Bericht des NDR ist es dort schon der vierte Vorfall in den letzten zwei Wochen gewesen. Insgesamt habe der Landwirt damit 19 Schafe verloren. Der Schäfer hatte bereits nach dem ersten Angriff einen Wolfsabschuss beantragt.

Das ist aber nach wie vor kompliziert. Wölfe sind streng geschützt. Zudem gilt noch bis Ende Juli der sogenannte Elterntierschutz, der Abschüsse untersagt. Eine angekündigte Ministerverordnung zum vereinfachten Töten von Wölfen nach Attacken auf Nutztiere, die eigentlich am 1. August in Kraft treten soll, steht nach Gerichtsentscheidungen in Niedersachsen auf der Kippe.

Das Schweriner Umweltministerium wartet dem Vernehmen nach noch immer auf die schriftliche Begründung eines Urteils des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts vom 12. April. Das Gericht hatte entschieden, dass Wölfe nicht mit einer Einzelgenehmigung nach einem Schnellverfahren getötet werden dürfen.

Offen ist nun, ob die Richter möglicherweise verlangen, dass das Bundesnaturschutzgesetz geändert werden muss. Dann könnte in MV die geplante Ministerverordnung nicht in Kraft treten, hatte Staatssekretärin Elisabeth Aßmann (SPD) erklärt.

Die Bundesländer mit erhöhtem Wolfsaufkommen hatten sich im März auf Kriterien geeinigt, um nach Angriffen auf Weidetiere den Abschuss von Wölfen am Ort des Geschehens zu vereinfachen. Bei diesem Schnellverfahren muss nicht mehr, wie bisher erforderlich, eine DNA-Analyse zur Bestimmung eines einzelnen Tieres abgewartet werden. Stattdessen kann für 21 Tage in einem Radius von 1000 Metern um den Fund eines gerissenen Nutztiers ein Wolf geschossen werden. Auf dieser Grundlage hatte das niedersächsische Umweltministerium Ende März einen Wolf zum Abschuss freigegeben, der mehrere Nutztiere gerissen haben soll. Dagegen klagten jedoch Kritiker mit Erfolg.

Nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums vom Ende vergangenen Jahres waren in MV 19 Wolfsrudel registriert. Laut Landes-Wolfsmonitoring wurden für 2023 etwa 70 Rissvorfälle registriert, bei denen Wölfe als Verursacher festgestellt wurden oder nicht ausgeschlossen wurden. Dabei wurden den Angaben zufolge etwa 250 Tiere getötet. Für den Beginn des Jahres 2024 liegen noch keine Daten vor.

© dpa
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