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Rechtsextremen Vorfälle im Uniumfeld: Schritte beschlossen

Im Dezember hatten Studierende rechtsextreme Vorfälle im Umfeld der Europa-Universität bekannt gemacht - auch in einem Club, in dem Hochschulsport stattfindet. Nun gibt es konkrete Maßnahmen.
Europa-Universität Viadrina
Blick auf Hauptgebäude der Europa-Universität Viadrina. © Patrick Pleul/dpa

Nach Bekanntwerden von rechtsextremen Vorfällen im Universitätssportclub USC in Frankfurt (Oder) hat der Sportverein eine neue Hausordnung erlassen. Damit soll offen rassistisch und diskriminierend agierenden Mitgliedern der Zutritt verweigert werden können, wie es vom Verein hieß. Die neue Hausordnung wurde den Studierenden der Europa-Universität Viadrina und Uni-Vertretern am Mittwochabend präsentiert. Grundlage der Vereinsarbeit sei das Bekenntnis aller Mitglieder zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, hieß es. Der Verein trete rechtsextremen, rassistischen, antisemitischen und antidemokratischen Bestrebungen entschieden entgegen. Der Sportclub biete nur solchen Personen eine Mitgliedschaft an, die sich zu diesen Grundlagen bekennen würden. Auch die Satzung des Vereins soll geändert werden, um Mitglieder ausschließen zu können, wie es vom USC hieß.

Hintergrund ist ein offener Brief von Studierenden vom Dezember. Darin warfen sie dem Sportclub vor, dass verfassungsfeindliche, rechtsextreme Symbole wie etwa Hakenkreuze oder SS-Runen im USC offen zur Schau gestellt würden und Mitarbeitende des Sportclubs dagegen mutmaßlich nicht vorgehen würden. Der Uni warfen die Studenten passives Verhalten vor. Unikanzler Robert Nissen ist USC-Vorstandsmitglied in dem eigenständig eingetragenen Verein, in dem auch Hochschulsport stattfindet.

Bei dem Gespräch mit der Leitung des Sportclubs und etwa 40 Studierenden berichtete die Viadrina-Universität auch über den Kontakt mit dem Staatsschutz. Diesem seien drei Personen bekannt, die in dem Sportclub trainiert hätten und die der rechtsextremen Szene angehörten, sagte Uni-Sprecherin Michaela Grün der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Aktuell gebe es nach Angaben des Staatsschutzes keine Beweise, dass verfassungsfeindliche Symbole gezeigt wurden.

Der Sprecher des Bündnisses «Kein Ort für Nazis in Frankfurt (Oder)», Jan Augustyniak, bekräftigte in der Gesprächsrunde, dass der Zustand untragbar sei, dass an einem universitätsnahen Sportclub Studierende «durch Neonazis eingeschüchtert» würden.

Das Gespräch mit dem Sportclub bewertete die Uni-Sprecherin als positiv. «Es war ein konstruktiver Austausch, bei dem sich alle Beteiligten darüber einig waren, dass man eine weltoffene Kultur auch im Fitnessbereich des USC stärken will.» Als weitere Maßnahme werde im April Mitarbeitenden des Sportclubs ein Workshop angeboten, um zu sensibilisieren. Im Mai wolle man wieder zusammenkommen.

An der Viadrina-Uni an der Oder lernen über 4500 Studierende aus 108 Ländern. Der Anteil ausländischer Studierender an der Viadrina liegt bei einem Drittel. Die größten Gruppen an Studierenden kommen aus Polen, der Ukraine und der Türkei.

© dpa
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