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Nach SEK-Einsatz in Vieritz dauern Ermittlungsverfahren an

Spezialkräfte der Polizei rücken im November aus, weil sich zwei Männer mit Waffen in einem Haus verschanzen. Es kommt zu Schusswechseln. Die Staatsanwaltschaft steckt mitten in den Ermittlungsverfahren.
Justiz
Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal. © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Nach dem Großeinsatz von Spezialeinheiten der Polizei in Vieritz (Havelland) im November dauern mehrere Ermittlungsverfahren bei der Staatsanwaltschaft Potsdam an. Zwei bewaffnete Männer hatten sich damals in einem Wohnhaus verschanzt. Es war zu Schusswechseln mit der Polizei gekommen. Der Hintergrund: Die Polizei wollte in dem Dorf in der Gemeinde Milower Land einen Gerichtsbeschluss vollstrecken und ein Kind dem Jugendamt übergeben.

Einer der Männer wurde im Laufe des Einsatzes, der insgesamt mehr als 34 Stunden dauerte, verhaftet. Der zweite Mann wurde tot auf dem Dachboden gefunden. Laut Innenministerium und Staatsanwaltschaft hatte sich der kasachische Staatsangehörige selbst erschossen. Auf dem Grundstück fanden die Ermittler zahlreiche Waffen.

Gegen den Mann, den die Polizei überwältigen und festnehmen konnte, führt die Staatsanwaltschaft Potsdam ein Ermittlungsverfahren, weil er illegal mit Cannabis in nicht geringen Mengen gehandelt haben soll. Er sitze nach wie vor in Untersuchungshaft, hieß es auf Nachfrage. Er solle auch einsatzfähige Schusswaffen mit sich geführt haben. Zu weiteren Nachfragen hielt sich die Behörde bedeckt.

Sie ermittelt auch weiter gegen Unbekannt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Der später im Haus tot entdeckte Mann hatte durch einen Schusswechsel mit der Polizei eine Verletzung aufgewiesen. Dieses Ermittlungsverfahren sei von der Polizei von Amts wegen eingeleitet worden.

Zum Verfahren zur Klärung der Todesursache teilte die Justizbehörde noch mit: «Es sind unverändert keine Anhaltspunkte ersichtlich, die auf ein Fremdverschulden am Tod dieses Verstorbenen hinweisen. Für eine abschließende Entscheidung liegen derzeit noch nicht alle Erkenntnisse vollständig vor», so die Staatsanwaltschaft, die zu den laufenden Verfahren keine weiteren Auskünfte erteilen wollte.

Ende November hatte das Innenministerium mitgeteilt, es seien bei Durchsuchungen des Tatgeländes Handgranaten, ein Sturmgewehr, Maschinenpistolen, Pistolen und sonstige Waffen gefunden worden, dazu Munition. Woher sie stammten, sollte die Sonderkommission «Kaliber» klären.

© dpa
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