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Macron zu Staatsbesuch in Deutschland erwartet

Der letzte französische Präsident auf Staatsbesuch in Deutschland war Jacques Chirac. Damals hieß der Bundespräsident Johannes Rau, Kanzler war Gerhard Schröder. Nun reist Emmanuel Macron nach Berlin.
Frankreichs Präsident Macron bei Bundespräsident Steinmeier
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r) begrüßt Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, vor einem Gespräch am Schloss Bellevue. © Christoph Soeder/dpa

Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron beginnt am Sonntag einen knapp dreitägigen Staatsbesuch in Deutschland. Es ist der erste Besuch dieser Art eines französischen Präsidenten seit 24 Jahren. Macron wird gegen 14.00 Uhr in Berlin eintreffen und dann zunächst mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Demokratiefest im Regierungsviertel zur Feier von 75 Jahren Grundgesetz besuchen. Daran schließen sich die Begrüßung mit militärischen Ehren, politische Gespräche, eine Pressekonferenz, ein Gang durchs Brandenburger Tor und am Abend ein Staatsbankett im Schloss Bellevue an.

Der Besuch soll aus Sicht von Gastgeber Steinmeier die Einzigartigkeit der deutsch-französischen Freundschaft herausstellen und feiern. Außerdem wollen er und Macron den Besuch nutzen, um die Menschen in Deutschland zu ermuntern, in zwei Wochen bei der Europawahl wählen zu gehen.

Auf Regierungsebene gelten die Beziehungen zwischen Berlin und Paris gerade als etwas schwierig. Bei Schlüsselthemen knirscht es immer wieder zwischen beiden Hauptstädten. Das gilt für die Frage der richtigen Unterstützung für die Ukraine ebenso wie etwa für die Frage der wirtschaftspolitischen Ausrichtung gegenüber den Konkurrenten USA und China. Diese Fragen sollen nach dem eigentlichen Staatsbesuch bei einem deutsch-französischen Ministerrat am Dienstagabend in Schloss Meseberg nördlich von Berlin erörtert werden.

Zuvor werden Macron und seine Frau Brigitte am Montag nach Dresden weiterreisen. Dort will der französische Präsident am Nachmittag vor der Frauenkirche eine europapolitische Rede halten. Am Dienstag geht es weiter nach Münster, wo Macron der Internationale Preis des Westfälischen Friedens verliehen werden soll. Dabei wird Steinmeier die Laudatio halten.

© dpa
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