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Hertha: Zwischen Bobic-Verhandlung und Liga-Comeback

Sportlich kommt Hertha BSC mit zwei Siegen in Folge wieder in Fahrt. Doch ein Gerichtstermin ist für die Berliner von enormer Bedeutung. Es geht um die Lasten der Vergangenheit und um sehr viel Geld.
Hertha BSC
Herthas Fabian Reese (r) und Palko Dardai (l) bejubeln Reeses Treffer zum 3:2. © Soeren Stache/dpa

Am Sonntag holte Hertha BSC die schwierige Vergangenheit schon wieder ein. Fredi Bobic sprach in der Sendung «Doppelpass» von Sport1 von neuen Aufgaben, die er im Sommer übernehmen möchte. Am Montag trifft sich der Ende Januar 2023 von den Berlinern geschasste Sport-Geschäftsführer im Rechtsstreit um die Kündigung mit seinem ehemaligen Arbeitgeber aber erstmal vor dem Landgericht in der Hauptstadt. Für den Fußball-Zweitligisten beginnt dann der finale Akt, das Erbe der Windhorst-Ära abzuschließen.

Es könnte ein Schlussstrich unter die Vergangenheit sein, der dennoch schlimmstenfalls die Zukunft des finanziell klammen Vereins bedroht. Denn sollte Hertha dem 52 Jahre alten Bobic sein Gehalt oder Teile davon auszahlen müssen, dürfte es um eine Millionensumme gehen, die der finanziell schwer angeschlagenen Club anderweitig dringend bräuchte. Das Zittern um die Lizenzvergabe im vergangenen Sommer ist noch in unguter Erinnerung.

Schon jetzt bestimmen die Folgen der finanziellen Misswirtschaft der vergangenen Jahre Gegenwart und Zukunft der Hertha. Die Zukunft der Sparsamkeit wurde mit dem Berliner Weg eingeläutet, der sich auf der sportlichen Seite immerhin niederschlägt. «Am Ende hatten wir gefühlt wieder eine Jugendmannschaft auf dem Platz», sagte Hertha-Sportdirektor Benjamin Weber nach dem wilden 3:2-Sieg über den 1. FC Magdeburg am Freitag.

Mit dem Erfolg, bei dem insgesamt neun Nachwuchsspieler zum Einsatz kamen, haben sich die Berliner wieder näher an die Aufstiegsplätze herangepirscht. Sechs Punkte sind es nur bis zum Relegationsrang. Träumen konnten sie in Berlin schon immer gut.

Der alternativlose Zwang zum Sparen ist nun dabei Fluch und Segen zugleich. Die Jungprofis der seit vielen Jahren hochgelobten Nachwuchsarbeit der Berliner erhalten somit Zugang zur ersten Mannschaft, anstatt ihr Glück bei anderen Vereinen zu suchen und zum Teil auch zu finden.

Dass es mit den Nachwuchstalenten wie Pascal Klemens, Linus Gechter, Derry Scherhant, oder Ibrahim Maza noch nicht so gut laufen kann wie mit erfahrenen Profis hatte Hertha-Trainer Pal Dardai nach dem Sieg über Magdeburg in einen Zwiespalt geführt. «Wenn du so ein Spiel nicht 6:2 oder 6:3 gewinnst, ist es sehr schmerzhaft. Es gibt keinen anderen Trainer, der so viele Konter übt. Aber natürlich bin ich glücklich. Wir können jetzt eine Serie aufbauen», war der 47-jährige Ungar nach dem insgesamt neunten Saisonsieg noch grantig.

Zu leichtfertig vergaben seine Spieler die Möglichkeit auf ein viertes und somit vorentscheidendes Tor nach den Treffern von Matchwinner Fabian Reese (33. und 59. Minute) sowie Palko Dardai (39.) bei Gegentreffern von Baris Atik (22.) und Tobias Müller (51.). «Am Ende des Tages redet keiner mehr darüber, wie wir diese Partie gewonnen haben», sagte Reese, der erneut als Kapitän auflief.

«Zwölf Spiele, zwölf Siege», lautet die Ansage des 26-Jährigen, der damit zu den erfahreneren Spielern zählt, «wenn wir gut arbeiten und viele Schritte machen, hören wir die Musik vielleicht noch einmal» - die Musik der Aufstiegsplätze, meinte er. Das wäre dann eine positive Etappe auf Herthas Zeitreise zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der mögliche künftige Arbeitgeber von Fredi Bobic könnte der Hertha dann egal sein.

© dpa ⁄ Thomas Flehmer, dpa
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