Games Music Hörbücher Gymondo MyTone Alle Services
vodafone.de

Erster Vorschlag für Anwohnerparken: 100 Euro für zwei Jahre

Dass die Gebühren für das Anwohnerparken steigen werden, ist schon länger klar. Die genauen Summen sind bisher noch offen. Nun liegt ein erster Aufschlag zu dem Thema auf dem Tisch.
Parken für Anwohner
Ein Parkscheinautomat steht am Straßenrand in der Innenstadt. © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Für die geplante Anhebung der Parkgebühren für Anwohner in Berlin liegt ein erster konkreter Vorschlag aus der Senatsverkehrsverwaltung auf dem Tisch. In einem Papier, über das am Donnerstag der «Tagesspiegel» berichtete, wird ein Preis für eine entsprechende Parkvignette von 60 Euro für ein Jahr und 100 Euro für zwei Jahre genannt. Momentan kostet die Vignette 20,40 Euro für zwei Jahre.

Laut Zeitung wurde das Papier den Koalitionsfraktionen von CDU und SPD vorgestellt. Eine Sprecherin der Senatsverwaltung bestätigte auf dpa-Nachfrage die inhaltlichen Punkte, wies jedoch darauf hin, dass es sich um eine Diskussionsgrundlage handele und noch nicht um eine Festlegung.

Laut dem Vorschlag könnten die Parkgebühren für Anwohner auch niedriger ausfallen, und zwar durch Rabatte. Autobesitzer, die ihren Antrag online stellen, könnten ebenso 15 Euro pro Jahr sparen wie solche, die die Vignette ausschließlich digital erwerben möchten - macht in der Summe also eine mögliche Ersparnis von bis zu 30 Euro pro Jahr. Die einjährige Gebühr würde damit nur noch 30 Euro kosten.

Für zwei Jahre soll der Preis durch den Rabatt auf 55 Euro sinken, zitierte der «Tagesspiegel» aus der «Beispielrechnung geplante Gebührenausgestaltung». Hier würde einmalig ein Rabatt von 15 Euro für den Online-Antrag greifen, hinzu kämen pro Jahr 15 Euro Rabatt für die digitale Vignette. Macht in der Summe eine Ersparnis von 45 Euro.

Die Grünen kritisierten die genannten Summen als zu niedrig. «Damit beweist die CDU, dass für sie das Auto vor den Menschen kommt», erklärte die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Antje Kapek. «Mit den neuen Gebühren bekämen Autos einen Quadratmeter Parkraum für 30 bis 50 Cent im Monat fast geschenkt.» Gleichzeitig könnten sich Menschen immer höhere Mieten für ihre Wohnungen kaum noch leisten, hier liege der Preis im mittleren Segment bei 15 Euro pro Quadratmeter.

«Im Vergleich der Anwohnerparkgebühren anderer Städte zeigt sich, wie mutlos der Berliner Senat beim Thema gerechte Nutzung von öffentlichen Flächen agiert», meinte Kapek. Aus den Reihen der Grünen kamen schon vor Jahren Vorschläge für eine Gebühr von bis zu 240 Euro im Jahr.

Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) sagte dem «Tagesspiegel» zu dem nun bekannt gewordenen Vorschlag: «Die Rahmenparameter sind klar, die Gestaltung des Preises stimme ich aktuell unter anderem mit den Koalitionsfraktionen ab. Der Vorschlag ist in diesem Sinne eine Diskussionsgrundlage.»

Ein Ausweis für das Anwohnerparken ist in der Regel dort nötig, wo es eine sogenannte Parkraumbewirtschaftung gibt. Anwohner müssen dann im Gegensatz zu Besuchern nicht den Parkautomaten füttern, sondern dürfen ihr Auto so abstellen. Die Zahl der Zonen, in denen generell Gebühren für das Parken fällig werden, nahm in Berlin zuletzt zu.

© dpa
Das könnte Dich auch interessieren
Empfehlungen der Redaktion
Francis Ford Coppolas Ehefrau Eleanor gestorben
People news
Francis Ford Coppolas Ehefrau Eleanor ist gestorben
Starkoch Gordon Ramsay
People news
Britischer Starkoch Ramsay hat Ärger mit Hausbesetzern
Verhüllungskünstler Christo und Jeanne-Claude
Kultur
Lindau: Ausstellung mit Werken von Christo und Jeanne-Claude
Netflix
Internet news & surftipps
Netflix erhöht Preise in Deutschland
Frau am Telefon
Das beste netz deutschlands
So schützen Sie sich vor Betrugsmaschen am Telefon
WWDC 2024: Neue KI-Funktionen für iOS 18 und Co. – das erwarten wir
Handy ratgeber & tests
WWDC 2024: Neue KI-Funktionen für iOS 18 und Co. – das erwarten wir
RB Leipzig - VfL Wolfsburg
1. bundesliga
RB Leipzig weiter auf Königsklassen-Kurs
Büro: Frau schaut nachdenklich auf telefonierenden Mann
Job & geld
Wettbewerb ohne Verlierer: Konkurrenz richtig nutzen