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Stadt: Fahrzeuggröße nicht entscheidend für Parkgebühr

Paris will die Verkehrswende weiter vorantreiben und deshalb zukünftig höhere Parkgebühren für größere Autos verlangen. In Sachsen-Anhalt ist das nicht geplant.
Parkautomat in Magdeburg
Ein Parkscheinautomat steht vor der Klosterkirche. © Simon Kremer/dpa

Die Höhe von Parkgebühren wird auch in Zukunft in Magdeburg nicht von der Fahrzeuggröße abhängen. «Die Größe des Fahrzeugs ist kein Maßstab, um eine Gebühr festzulegen», erklärte eine Sprecherin der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Stadt Halle will die Gebühr eigenen Angaben nach nicht von der Autogröße abhängig machen. In der französischen Hauptstadt Paris sollen Besitzer von Stadtgeländewagen (SUV) hingegen bald deutlich mehr fürs Parken zahlen müssen.

In Sachsen-Anhalt wird die Höhe der Parkgebühren über eine Verordnung geregelt. Die Obergrenze liegt den Angaben von Halle und Magdeburg zufolge bei einem Euro pro halbe Stunde Parken. Der zu zahlende Preis bestimme sich über die Parkdauer, mögliche Bereiche des Anwohnerparkens und Freistellungen von Gebühren, beispielsweise für Menschen mit Handicap.

In Paris soll eine Stunde Parken im Zentrum hingegen für schwere SUV und andere gewichtige Karossen von September an für eine Stunde 18 Euro, für sechs Stunden gar 225 Euro kosten. Bei einem Bürgerentscheid am Sonntag billigte eine Mehrheit den Plan der Stadt zur Verdreifachung der Parktarife für schwere Autos. Bürgermeisterin Anne Hidalgo holte sich somit Rückendeckung für einen weiteren Schritt der Verkehrswende, die sie seit Jahren auch gegen Widerstände vorantreibt. Die schweren Wagen sorgten für eine erhöhte Umweltverschmutzung, beanspruchten viel öffentlichen Raum und gefährdeten die Verkehrssicherheit, argumentiert die Stadt.

Dieselben Kritikpunkte werden auch in Deutschland immer wieder vorgebracht. Nach der Entscheidung in Paris war das Echo hierzulande geteilt. Während manche Verbände das Pariser Vorgehen als ein Vorbild sehen, rufen andere zu einem differenzierten Vorgehen im Umgang mit Parkraum und schweren Autos in den Innenstädten auf. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßte das Ergebnis des Bürgerentscheids in Paris, bei dem sich am Sonntag eine Mehrheit für eine Verdreifachung der Parkgebühren für Autos aussprach, die bestimmte Gewichtsgrenzen überschreiten. Neben bestimmten SUV sind von der Regelung, die ab September greifen soll, unter anderem auch schwere Limousinen und Vans betroffen. Den Sondertarif für SUV in Paris sollen ausschließlich Besucher bezahlen. Anwohner sollen ebenso ausgenommen werden wie Handwerker und Pflegedienste.

© dpa
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