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Dutzende Missbrauchsfälle auch in der Evangelischen Kirche

Eine neue Studie zu sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche dokumentiert auch Dutzende Fälle aus Berlin und Brandenburg. Für den Zeitraum 1946 bis 2020 habe man 116 von Missbrauch Betroffene und 41 beschuldigte Personen - davon 39 Pfarrer - an die Studienmacher gemeldet, berichtete die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz (EKBO) am Donnerstag. In allen Fällen handele es sich um männliche Einzeltäter.
Vorstellung Studie zu Missbrauch
Kirsten Fehrs, amtierende Vorsitzende des Rates der EKD, steht bei einer Pressekonferenz mit einer Studie zum Missbrauch in der evangelischen Kirche. © Julian Stratenschulte/dpa

Zuvor hatte die Evangelische Kirche in Deutschland die bundesweiten Zahlen veröffentlicht. Insgesamt erfasst die sogenannte Forum-Studie 2225 Betroffene und 1259 mutmaßliche Täter in Kirche und Diakonie. Darin enthalten sind die Fälle, die die EKBO im April 2023 an den zuständigen Forschungsverbund meldete.

«Das Ausmaß der Gewalttaten in der Evangelischen Kirche - und es ist nur die Spitze des Eisbergs, die wir jetzt kennen - ist furchtbar», erklärte der Berliner Bischof Christian Stäblein. Künftig müsse es darum gehen, dass nicht mehr die Institution Kirche gedeckt werde, sondern die von sexualisierter Gewalt betroffenen Menschen gehört würden. «Sexualisierte Gewalt im Raum der Kirche ist unerträglich», betonte der Bischof.

Es gelte nun, Konsequenzen zu ziehen und zugleich die Aufarbeitung fortzusetzen. Nach Angaben der EKBO wurden im Laufe der Jahre gegen 29 Beschuldigte innerkirchliche Disziplinarverfahren eingeleitet, gegen 22 Beschuldigte strafrechtliche Ermittlungen. Die Zahl der Fälle und der Verfahren schließt auch solche aus DDR-Zeiten aus Regionen der damaligen DDR ein, die heute zur EKBO gehören.

Die Abfrage für die Studie habe sich auf Fälle konzentriert, in denen Pfarrer beteiligt waren, die der sexualisierten Gewalt an minderjährigen Personen beschuldigt waren, hieß es. Konsistorialpräsidentin Viola Vogel betonte: «Wir nehmen jeden geäußerten Verdacht, jede Beschuldigung, jede Anzeige ernst und ermutigen die Betroffenen sehr: Bitte melden Sie sich und helfen uns bei der weiteren Aufarbeitung! Wir hören Ihnen zu.»

© dpa
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