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Drohender Stellenabbau bei Tesla: FDP fordert Handeln

Wie geht es bei Tesla in Grünheide weiter? Linke und FDP kritisieren die Brandenburger Landesregierung - aus unterschiedlichen Gründen.
Tesla-Fabrik
Die Morgensonne scheint auf den Eingang zum Tesla-Werk. © Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Angesichts des drohenden Stellenabbaus im Tesla-Werk in Grünheide hat die Brandenburger FDP die Landesregierung zum sofortigen Handeln aufgefordert. Der FDP-Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Zyon Braun, forderte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auf, alles daranzusetzen, die Arbeitsplätze zu retten. «Ministerpräsident Woidke muss den nächsten Flieger nach Los Angeles nehmen, um mit Elon Musk über die Rettung von Arbeitsplätzen in Brandenburg zu sprechen. Alle anderen Termine und Verpflichtungen müssen jetzt hintenan stehen», teilte Braun mit.

Tesla-Chef Elon Musk will angesichts der Flaute am Markt für Elektroautos und schwacher Verkäufe weltweit mehr als jede zehnte Stelle im Unternehmen streichen. Angaben, ob und wie viele Stellen in Teslas einzigem europäischen Werk in Grünheide bei Berlin betroffen sein könnten, gab es zunächst nicht. Laut «Handelsblatt» sollen in Grünheide rund 3000 der 12 500 Beschäftigten entlassen werden.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) rechnet im Falle eines Personalabbaus in Grünheide mit einem Wegfall von weit weniger als 3000 Stellen. Steinbach teilte auf Anfrage mit: «Der Einbruch beim Absatz von Elektroautos in Deutschland und Europa dürfte auch an einem Marktführer wie Tesla nicht spurlos vorübergehen.» Er stehe mit dem Unternehmen im Kontakt. «Wenn es zu einem Stellenabbau bei Tesla in Grünheide kommen sollte, dürfte sich die Zahl der Stellen nach unseren Informationen nicht um 3000 bewegen, sondern signifikant niedriger ausfallen.»

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Sebastian Walter, warf der Landesregierung Strategielosigkeit vor. «Es rächt sich, dass die Landesregierung ohne jede Strategie versucht, Brandenburg zukunftssicher zu machen und allein auf den Leuchtturm in Grünheide setzte. Nun muss sie eine Wende in der Wirtschaftspolitik vollziehen und sich endlich um den Mittelstand kümmern, denn der ist das Rückgrat der Brandenburger Wirtschaft.» Das «Kuscheln mit Musk» habe in eine gefährliche Abhängigkeit geführt.

Redaktionshinweis: korrigiert in Teaser und erstem Satz: FDP nicht im Landtag vertreten

© dpa
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