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Bürgermeister: Grünheide steht vor großen Herausforderungen

Die Bürger der Gemeinde Grünheide stimmen gegen eine Erweiterung des Tesla-Werksgeländes mit Güterbahnhof. Grünheides Bürgermeister ärgert sich, mit einigen Argumenten nicht durchgedrungen zu sein.
Bürgerbefragung zu Tesla-Erweiterung
Mitarbeiterinnen der Gemeinde Grünheide beginnen mit der Auszählung der Briefwahl. © Patrick Pleul/dpa

Der Bürgermeister von Grünheide, Arne Christiani, sieht die Gemeinde nach dem Bürgervotum gegen Pläne zur Erweiterung des Tesla-Werksgeländes vor großen Herausforderungen. «Ich ärgere mich darüber, dass es nicht gelungen ist, den Menschen darzustellen, dass ganz wichtige Infrastrukturprojekte wie zum Beispiel die neue Landesstraße L 386 oder der Bahnhofsvorplatz Bestandteil dieses Bebauungsplanes sind», sagte der parteilose Politiker am Mittwochmorgen bei RBB-Inforadio. «Das ist die große Herausforderung für die Gemeinde.» Für den Ende 2026 zu erwartenden neuen Bahnhof gebe es derzeit keine Anbindung und keinen Bahnhofsvorplatz. Die Gemeinde müsse eine Lösung für diese Teilbereiche des Bebauungsplans finden. «Das ist die Aufgabe, die wir jetzt haben.»

Zur Frage, ob sich die Gemeinde an das Bürgervotum halten werde, sagte Christiani: «Kann ich Ihnen nicht sagen. Der Bebauungsplan, um den es jetzt ging, zu dem die Einwohnerinnen und Einwohner befragt wurden, ist noch nicht Gegenstand einer Beratung in der Gemeindevertretung gewesen.» Das Votum der Bürgerbefragung ist nicht bindend.

Das Befragungsergebnis sieht Christiani nicht als Zeichen einer generellen Anti-Tesla-Haltung in der Gemeinde. Es gebe keine negative Stimmung mit Blick auf den US-Elektroautobauer. An der Befragung beteiligten sich rund 5400 Bürgerinnen und Bürger. Mit Nein stimmten 3499 Einwohner, mit Ja 1882. «Ich bin sehr froh über die mit über 71 Prozent recht hohe Beteiligung an dieser Einwohnerbefragung», sagte Christiani.

Tesla will in Grünheide neben dem 300 Hektar großen bestehenden Werksgelände einen Güterbahnhof, Lagerhallen und einen Betriebskindergarten errichten. Dafür sollen mehr als 100 Hektar Wald gerodet werden. Unter anderem Naturschützer und Bürgerinitiativen sind gegen die Erweiterung. Tesla sieht Vorteile für die Region, wenn der Bebauungsplan schließlich durchkäme. Der Güterverkehr könnte nach Ansicht des Autobauers mit dem Werksbahnhof entlastet werden. Es geht auch um mehr Liefersicherheit mit Lagerflächen.

© dpa
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