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Agrarbündnis ruft zu neuem Protest auf - Kritik an Regierung

Ein Bündnis aus Landwirtschafts- und Umweltorganisationen hat zu neuen Protesten gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung aufgerufen. Die Träger des Bündnisses «Wir haben es satt!» forderten am Montag die Ampel-Koalition auf, die Zukunft der Landwirtschaft zu sichern. Dafür müsse sie für «kostendeckende Erzeuger- und faire Bodenpreise» sorgen sowie die Bauern beim anstehenden Umbau der Tierhaltung und bei einer umweltgerechten Landnutzung ausreichend unterstützen, erklärten die Organisatoren. Für den 20. Januar riefen sie zum wiederholten mal zu einer Demonstration während der Agrarmesse Grüne Woche in Berlin auf, parallel zu einer geplanten Agrarministerkonferenz.
Bauernproteste – Großkundgebung in Berlin
Demonstrationsteilnehmer stehen mit Plakaten während einer Protestdemonstration vor dem Brandenburger Tor. © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Inka Lange, Sprecherin des Bündnisses sagte, der «agrarpolitische Stillstand der vergangenen Jahrzehnte» müsse beendet werden. Eine ökologischere und bäuerliche Landwirtschaft sei die Basis für ein umweltverträgliches und krisenfestes Ernährungssystem.

Claudia Gerster, Bäuerin und Mitglied im Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, kritisierte, die jahrzehntelange exportorientierte agrarpolitische Ausrichtung habe die Preise auf den Höfen ruiniert und das Höfesterben vorangetrieben. Die Bauern bräuchten einen politischen Rahmen, um kostendeckende Preise gegenüber Lebensmittelindustrie und Einzelhandel durchsetzen zu können sowie wirtschaftliche Planungssicherung für den Umbau der Tierhaltung. «Klimaschutz, Tierwohl und Artenvielfalt können wir, diese Arbeit muss aber entlohnt werden.»

Reinhild Benning, Agrarexpertin der Deutschen Umwelthilfe, übte Kritik am Agrarsystem. In Deutschland würden 24 Prozent mehr Fleisch erzeugt als hierzulande nachgefragt werde, bei Schweinefleisch seien es mehr als 40 Prozent. «Diese Überproduktion drückt ebenso wie die Marktmacht der Konzerne die Erzeugerpreise nach unten und treibt Bauern und Bäuerinnen auf die Barrikaden.»

© dpa
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