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Freibad-Saison startet: Personalsituation bleibt angespannt

Sie beobachten das Wasser, während andere vergnügt planschen. Im Notfall retten sie Leben. Doch die Freibäder haben zunehmend Probleme, Badeaufsichten zu finden. Zum Teil könnte das Folgen haben.
Wenig Besucher im Freibad
Flip Flops stehen im Freibad Bärenkeller am Beckenrand des menschenleeren Nichtschwimmerbeckens. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Personalmangel bei den Freibädern könnte in dieser Saison mancherorts den Badespaß etwas trüben. Viele Bäder haben Schwierigkeiten, ausreichend Mitarbeitende zu finden, die das Geschehen im Wasser beaufsichtigen. «Personal für die Badeaufsichten ist tendenziell knapp», sagte Michael Förster von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bayern. «Je nach Örtlichkeit und Jahreszeit ist das aber unterschiedlich.»

So konnten die Stadtwerke in München eigenen Angaben nach zwar genügend Mitarbeitende gewinnen, um die Freibäder öffnen zu können. «Die Personalsituation ist aber angespannt», teilte eine Sprecherin mit. Deshalb seien die Bäder weiterhin auf der Suche nach Rettungsschwimmerinnen und -schwimmern, die als Saisonkräfte eingesetzt werden könnten.

Die Stadt Nürnberg hatte bereits Monate vor Saisonstart unter anderem mit einer großen Plakataktion nach «Lebensrettern für die Freibäder» - so das Motto - gesucht. Dadurch seien ausreichend viele Mitarbeitende für den Sommer gefunden worden, die für Sicherheit am Beckenrand sorgten, teilte der städtische Eigenbetrieb NürnbergBad mit. Es würden aber weiterhin Aushilfen gesucht, die zum Beispiel bei großem Andrang unterstützen könnten.

Trotzdem werden sich die Badegäste in Nürnberg wie in den Vorjahren etwas einschränken müssen. Zurzeit fehlen NürnbergBad nach eigenen Angaben mehr als fünf feste Fachkräfte, deren Aufgaben die Saisonkräfte nicht vollständig übernehmen könnten. Deshalb werden von den drei städtischen Freibädern nur zwei den gesamten Sommer geöffnet haben. Das Dritte werde abwechselnd mit dem Hallenbad im Osten der Stadt betrieben - Open-Air-Schwimmen sei dort deshalb nur bei schönem Wetter möglich.

Auch in Augsburg blickt die Stadt mit Sorge auf die Personalsituation. In den vergangenen fünf Jahren sei es immer schwieriger geworden, ausreichend Mitarbeitende zu finden, teilte eine Sprecherin mit. Aktuell sei die Bewerberlage im Vergleich zu den vergangenen Jahren zwar recht gut. Es fehle aber nach wie vor Personal, um die Freibäder komplett abdecken zu können. Noch habe das keine Konsequenzen für den Badebetrieb, da die Freibäder im Mai mit einer Schicht bei der Badeaufsicht auskämen, sagte die Sprecherin. Ende des Monats werde sich dann zeigen, ob es ab Juni Folgen haben werde.

Gute Nachricht von den Rettungsstationen an den Seen und Flüssen in Bayern: Diese sind der DLRG zufolge in diesem Sommer ausreichend mit Personal besetzt. Mehr sei aber wünschenswert, sagte Förster. Personal für die Badeaufsicht sei schwer zu finden, weil der Job viel Verantwortung mit sich bringe, wegen der ständigen Konzentration bei sommerlichen Temperaturen anstrengend sei und die Arbeitszeiten meist in der Freizeit von Familie und Freunden lägen.

© dpa
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